Dienstag, 28. November 2006 / 15:20 Uhr
Bukarest - Mit dem Pflichtsieg gegen Cottbus im Gepäck hofft Bayer Leverkusen nun auch auf die Trendwende im UEFA-Cup. «Wir haben ein ganzes Jahr dafür gekämpft, jetzt wollen wir auch im Europacup überwintern», sagte Trainer Michael Skibbe.
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Vor der Partie beim 17-maligen rumänischen Meister Dinamo Bukarest im «Stadionul Dinamo» gab sich auch Bayers Sportdirektor Rudi Völler, der das Bundesliga-Spiel gegen die Lausitzer zur «Frage der Ehre» erklärt hatte, zuversichtlich: «Wenn wir in Bukarest so auftreten, wie in den 70 bis 80 Minuten gegen Cottbus, dann bin ich nicht bange, dass wir den Punkt einfahren.»
Michael Skibbe beobachtet seine Mannschaft beim Training.
In der rumänischen Hauptstadt sollten die Rheinländer bei ihrem 118. Europapokal-Auftritt eine Niederlage tunlichst vermeiden und die Misserfolgs-Serie von elf sieglosen Europacup-Auswärtsspielen möglichst beenden. Denn sonst würde ein gleichzeitiger Sieg des FC Brügge (2 Punkte) bei Besiktas Istanbul (0) das vorzeitige Aus für die Leverkusener (1) bedeuten. In allen anderen Fällen könnte sich der Bundesligist mit einem Sieg im letzten Spiel gegen die Türken für die nächste Runde qualifizieren. «Wir haben am Sonntag den ersten Schritt gemacht, jetzt soll in Bukarest der zweite folgen», verkündete Torschütze Simon Rolfes nach dem 3:1 gegen Cottbus.
Trainer Skibbe kann im ersten Europacup-Duell seines Clubs mit einer rumänischen Mannschaft den zuletzt angeschlagenen Verteidiger Ahmed Madouni wieder einsetzen. Kapitän Carsten Ramelow, der zuletzt wegen einer Knöchelblessur pausieren musste, und Tranquillo Barnetta stehen nicht zur Verfügung. «Carsten wird uns fehlen, aber wir haben das auch gegen Cottbus gut ohne ihn gemacht», sagte Skibbe nach der Ankunft in Bukarest. Für Ramelow könnte Bernd Schneider wieder den Part im defensiven Mittelfeld übernehmen und Paul Freier bleibt ebenso in der Startelf wie der Brasilianer Athirson.
Der 1948 gegründete Polizeiverein Dinamo zählte neben dem Armee-Club Steaua lange Zeit zu den in der Ceausescu-Ära begünstigten Vereinen und brachte es auf insgesamt 29 nationale Titel (17 Meister, 12 Pokal). In der laufenden Meisterschaft schaffte die Elf von Trainer Mircea Rednic vom Start weg 13 Siege und führt die Tabelle mit großem Vorsprung an. In den beiden UEFA-Cup-Gruppenspielen erreichte Dinamo ein 1:1 beim FC Brügge und gewann 2:1 gegen Besiktas. «Wir haben Bukarest beobachtet und gesehen, warum es mit großem Abstand Tabellenführer in Rumänien ist. Es es ist eine sehr kompakte Mannschaft, ein harter Gegner», sagte Bayer-Coach Skibbe.
Als gefährlichster Stürmer gilt Claudiu Niculescu, der in bisher neun UEFA-Cup-Spielen (inklusive der Qualifikation) acht Treffer für Dinamo erzielte. Bekanntester Profi im Team der Rumänen ist Ioan Viorel Ganea, der von 1999 bis 2003 beim VfB Stuttgart unter Vertrag stand. Ganea hat an Bayer sehr gute Erinnerungen: Gegen Leverkusen schoss der Angreifer am 12. April 2003 sein letztes Bundesliga-Tor.
dpa
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