Mittwoch, 29. November 2006 / 15:05 Uhr
Frankfurt/Main - Mit kühlem Kopf und heißem Herz will Eintracht Frankfurt gegen Newcastle United um das Überwintern im UEFA-Pokal kämpfen.
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Während Trainer Friedhelm Funkel bereits die kommende Bundesliga-Pflichtaufgabe bei Alemannia Aachen im Kopf hat, brennen seine Profis auf das vorentscheidende Gruppen-Duell mit dem bereits qualifizierten Tabellenführer von der Insel. «Wir wollen unsere letzte Chance nutzen. Ich erwarte, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Alles andere würde das Aus bedeuten und wäre eine Enttäuschung», sagte Torjäger Ioannis Amanatidis.
Friedhelm Funkel peilt mit der Eintracht gegen Newcastle einen Sieg an.
Vor der Partie, die mit 47 000 Zuschauern ausverkauft ist und in 16 Ländern übertragen wird, sind die Rollen klar verteilt. Auf der einen Seite die nach drei Siegen bereits in der Runde der letzten 32 Mannschaften stehenden Engländer, auf der anderen die in der Gruppenphase noch sieglosen Frankfurter (1 Punkt), die bei einer Niederlage aus dem Rennen um die für das Weiterkommen berechtigenden drei ersten Plätze sind. Selbst ein Unentschieden wäre im Hinblick auf das Gruppen-Finale am 13. Dezember bei Fenerbahce Istanbul (3) wohl zu wenig. Entsprechend groß ist der Druck für die Hessen. «Wenn wir weiter kommen wollen, müssen wir gewinnen», sagte Christoph Spycher.
Zwar wollte sich Funkel nicht an den Rechenspielen beteiligen, doch auch der Eintracht-Coach weiß um den Siegzwang: «Ich hoffe, dass wir uns die Chance erhalten, die große Überraschung zu schaffen. Wir wollen uns eine Ausgangsposition verschaffen, die es uns ermöglicht, in Istanbul aus eigener Kraft weiterzukommen. Es wäre also von Vorteil, wenn wir gewinnen.» Allerdings nicht um jeden Preis, denn für Funkel genießt die Bundesliga klaren Vorrang. «Der UEFA-Cup ist ein Highlight, aber das wichtigere Spiel findet am Sonntag in Aachen statt», stellte er klar.
Entsprechend betreibt er seine Personalplanungen, die er wie stets für sich behielt. Markus Weissenberger dürfte den gesperrten Mittelfeldregisseur Alexander Meier ersetzen, in der Innenverteidigung wird wohl der in der Bundesliga gesperrte Aleksandar Vasoski wieder zum Zuge kommen. «Wer geschont wird, werden die Spieler am Donnerstag erfahren», erklärte Funkel.
Obwohl es für Newcastle um Nichts geht, erwartet die Eintracht keinen Spaziergang. «Ehrgeiz haben englische Mannschaften immer. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sie mit halber Kraft spielen», warnte Funkel. Er hat bei seinen Beobachtungen festgestellt, dass Newcastle nicht den typisch englischen Stil pflege, sondern einen guten Kombinations-Fußball spiele. Für Amanatidis steht daher fest: «Es wird schwierig für uns, auch wenn die in der Premier League nicht so gut sind.»
Ein Sieg täte nicht nur der Eintracht, sondern auch dem deutschen Fußball im Kampf um den dritten Champions-League-Platz gut. Denn in der Fünfjahreswertung der UEFA ist der Vorsprung vor Rumänien und Portugal weiter geschmolzen. «Wir werden Alles geben», kündigte Torwart Markus Pröll an. Und Funkel versprach: «Die Jungs werden sich zerreißen.»
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Olaf Thon: In erster Linie stehe ich voll hinter dem Trainer, in zweiter Linie hat er recht.
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