Donnerstag, 17. Dezember 2009 / 21:54 Uhr
Tel Aviv - Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit hat der Hamburger SV den Gruppensieg in der Europa League verpasst. Der mit einer verstärkten B-Elf angetretene HSV verlor bei Hapoel Tel Aviv mit 0:1 (0:1) und musste Platz eins in der Gruppe C an die Israelis abtreten.
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Vor 14 500 Zuschauern im ausverkauften Bloomfield-Stadion besiegelte Samuel Yeboah (23.) die Niederlage der Hanseaten, die nach sieben sieglosen Spielen mit dem 4:0 in der Bundesliga über Nürnberg gerade wieder in die Spur gefunden zu haben schienen. Als Gruppen-Zweiter muss der Bundesliga-Fünfte das Hinspiel im 16-Finale vor eigenem Publikum austragen und bei der Auslosung in Nyon mit einem schweren Gegner rechnen.
«Es ist sehr, sehr schade, dass wir den Gruppensieg verpasst haben. In der ersten Halbzeit waren wir zu weit weg von den Leuten und haben Hapoel spielen lassen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit hat sich das geändert. Da haben wir klar dominiert, aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht», lautete das bittere Fazit von HSV- Coach Bruno Labbadia.
Vom jüngst gezeigten Schwung war bei den Hamburgern 45 Minuten lang wenig zu sehen, auch weil Labbadia mit Blick auf das anstehende Nordderby kräftig rotieren ließ. Der auf sechs Positionen veränderte HSV versuchte die Begegnung zwar zu kontrollieren, leistete sich aber im Aufbau viele Fehler. Dem erstmals gemeinsam im defensiven Mittelfeld aufgebotenen Duo Mickael Tavares und Tomas Rincon gelang es nur selten, das Spiel anzukurbeln und die Spitzen in Szene zu setzen. Erst im zweiten Durchgang legten die Hamburger mit frischen Kräften einen Zahn zu, rannten dem Gegentor aber vergebens hinterher.
Wolfgang Hesl, der anstelle von Frank Rost zwischen den Pfosten stand, bekam anfangs mehr Arbeit als ihm lieb war. In der 7,. Minute konnte der 23 Jahre alte Torhüter einen Schuss von Yeboah noch reaktionsschnell zur Ecke lenken, doch beim zweiten Versuch des ghanaischen Angreifers war er geschlagen. Beim Zuspiel von Gil Vermouth reagierte Marcell Jansen zu spät und Yeboah ließ Hesl mit einem Schuss in die kurze Ecke keine Chance. Den schnellen Ausgleich verpasste auf der Gegenseite Marcus Berg, als er nach Pass des überraschend von Beginn an eingesetzten Mladen Petric an Hapoel-Keeper Vincent Enyeama scheiterte (29.).
Labbadia reagierte zur Pause auf das wenig inspirierte Spiel seiner Mannschaft und schickte Eljero Elia und Tunay Torun zur Stärkung der Offensive für Tavares und Piotr Trochowski aufs Feld. Der Niederländer Elia erwies sich sofort als belebendes Element im Spiel der Hamburger, die in Durchgang zwei Tempo und Druck erhöhten und auch zu Chancen kamen. Beim Distanzschuss von Robert Tesche (57.) stand der nigerianische Schlussmann Enyeama dem 1:1 im Weg, 60 Sekunden später spielten Torun frei vor dem Hapoel-Tor die Nerven einen Streich. Und auch Petric blieb ohne Schussglück. Der kroatische Angreifer, nach seiner langen Verletzungspause zum zweiten Mal über 90 Minuten im Einsatz, schaffte den erlösenden Ausgleich nicht.
dpa
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Wilfried Mohren: Was Sie hier sehen, ist möglicherweise die Antizipierung für das, was später kommt.
1. irprynlga schrieb am 05.02.2011 um 04:22:31:
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