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Bochums linker Fuß: Fuchs stürzt 96 in Abstiegsnot

Hannover - Bochums Kunstschütze Christian Fuchs hat Hannover 96 in den Abstiegsstrudel mitgerissen. Sein exakt gezirkelter Schuss in der 86. Minute zum 3:2 (0:2)-Auswärtssieg war der dritte direkt verwandelte Freistoß in Folge des VfL-Verteidigers.

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«Momentan habe ich eine Phase, in der alles passt», kommentierte der glückliche Österreicher seinen ungewöhnlichen Hattrick. Anders als gegen den FC Bayern (1:5) und in Stuttgart (1:1) sicherte das Fuchs-Tor Bochum nach einer tollen Aufholjagd diesmal drei Punkte, weshalb die Weihnachtsfeier tief im Westen etwas entspannter ausfiel.

Führungstreffer

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Die Bochumer (l-r) Freier und Concha feiern den Torschützen Fuchs.

«Die Mannschaft hat Moral gezeigt, die Tabelle kann man sich jetzt vier Wochen anschauen. Die Situation ist aber weiterhin gefährlich für uns», kommentierte Bochums Trainer Heiko Herrlich die 16 Punkte, mit denen sein Team überwintert. Hannover 96, das nach zwei Toren von Comeback-Stürmer Jan Schlaudraff (6./33. Minute) wie der sichere Sieger aussah, hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause kippten Paul Freier (52.) und Joel Epalle (54.) die unterhaltsame Partie vor 33 875 Zuschauern, in der bei eisigen Temperaturen Fuchs zum Schluss ganz cool blieb.

«Er hat den besten linken Fuß für Freistöße», lobte VfL-Stürmer Vahid Hashemian seinen Kollegen. Fuchs hat für die Rückrunde nicht nur den Klassenverbleib im Blick. «Mein Ziel ist es, eine Ecke direkt zu verwandeln», sagte der Kunstschütze. Sein größtes Manko: «Zum Eckenschießen bin ich noch nicht eingeteilt.» Zu derlei Scherzen war bei Hannover 96 keiner aufgelegt. «Wir machen Schülerfehler und kriegen zu viele unnütze Dinger», schimpfte Trainer Andreas Bergmann. «Jetzt sind wir mit dabei», analysierte er die prekäre Situation nach dem sechsten sieglosen Spiel hintereinander.

96-Sportdirektor Jörg Schmadtke wirkte konsterniert. «Wir haben aus den letzten fünf Spielen einen Punkt geholt und 13 Gegentore gekriegt. Der Eindruck bis zum 12. Spieltag hat sich ein Stück weit relativiert», sagte Schmadtke. In der 12. Runde gab es ein 2:2 gegen den Hamburger SV. Es war die letzte Partie von Robert Enke. Nach dem tragischen Tod des Nationaltorwarts warten die Niedersachsen auf ein Erfolgserlebnis. Gegen Bochum war man nah dran, doch eine «indiskutable zweite Halbzeit» (Schmadtke) verhinderte dies.

«Wir haben einfach gepennt. Das darf nicht passieren, aber es passt für mich zu meinem Seuchenjahr», ärgerte sich Doppel-Torschütze Schlaudraff. Der frühere Nationalspieler stand nach langwieriger Verletzung erstmals in dieser Saison in der Startelf und war zur Pause der vermeintliche Comeback-Held. Jetzt hoffen die 96-Profis auf den Rückrundenstart mit Partien gegen Hertha, in Mainz und gegen Nürnberg. «Die nächsten drei Spiele sind entscheidend, wohin die Reise geht», sagte Kapitän Arnold Bruggink.

dpa

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