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«El loco» sagt Adios: Higuitas Abschiedsspiel

Hamburg - Als er den «Skorpion» machte, staunte die Fußball- Welt. Was andere Torhüter mit ihren Fäusten klärten, erledigte René Higuita akrobatisch mit den Sohlen.

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«Nun, man sagt auch, dass Genies einen Hauch von Wahnsinn haben. Lassen Sie es mich einmal so formulieren: Früher behauptete man, dass Torhüter, die mit dem Fuß spielen, verrückt sind», sagte der Kolumbianer einmal in einem Interview. Wen wundert's, dass Higuita, mittlerweile 43 Jahre alt, den Spitznamen «El Loco» (Der Verrückte) verpasst bekam. Er war eine schillernde Figur auf dem Fußballplatz und schoss 52 Tore, weniger glanzvoll war sein Benehmen manchmal abseits des Feldes: In einem Spiel mit ehemaligen Wegbegleitern sagt Higuita am 24. Januar im Stadion Atanasio Girardot in Medellin «Adios».

Schillernde Figur

Foto: dpa Bild vergrößern

Rene Higuita spielt bei der WM 1990 für Kolumbien gegen Deutschland.

Geladen sind keine Geringeren als Argentiniens nicht weniger umstrittene Lichtgestalt Diego Armando Maradona oder der einstige brasilianische Super-Kicker Ronaldo. Auch Kolumbiens Staatspräsident Alvaro Uribe will sich die Ehre gebe. Und alle werden sie gebannt auf eines der Markenzeichen des Keepers mit der einst wallenden schwarzen Haarpracht und dem nicht minder buschigen Moustache warten. «Sie könnte jederzeit wieder passieren. Man muss sich also in Acht nehmen...», meinte Higuita vor drei Jahren anlässlich seines 40. Geburtstags auf Fragen nach der sogenannten «Skorpion»-Parade.

Es war 1995 im altehrwürdigen Wembley-Stadion, als der Ball aufs Tor des Lockenkopfes flog. Statt stehen zu bleiben und die Hände nach oben zu nehmen, sprang Higuita kopfüber nach vorn und kickte die Kugel mit den Sohlen von der Linie. Doch nicht immer glückten die ebenso spektakulären wie riskanten Aktionen. Als er bei der WM 1990 einen seiner Ausflüge aus dem kolumbianischen Kasten machte, luchste ihm Kameruns Roger Milla den Ball ab und traf ins Tor. «Es gibt Gutes und Schlechtes, Gewinner und Verlierer, Dünne und Dicke, Große und Kleine. Das muss man so akzeptieren», befand Higuita einmal.

Das trifft auch auf sein Leben außerhalb des Fußballs zu. 1993 war Higuita wegen angeblicher Verwicklung in einen Entführungsfall festgenommen worden und saß sechs Monate in Untersuchungshaft. Er wurde 2002 wegen Kokain-Dopings auf unbestimmte Zeit für alle Spiele in seinem Heimatland gesperrt, zwei Jahre später erneut positiv getestet. «Diese Episoden gehören zu meinem Leben dazu», meinte Higuita. Man erlebe Höhen und Tiefen, «das Wichtigste ist jedoch, dass man mit diesen Erfahrungen wächst. Damit kann man anderen auch als Vorbild dienen und ihnen zeigen, dass man nicht vom Weg abkommen darf». Der Erlös seines Abschiedsspiels soll Kindern in einem Krankenhaus zugutekommen.

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. el niche schrieb am 22.01.2010 um 16:54:06:

que viva rene el locito de hamburgo alemina mag es gut

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