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Hertha-Hoffnung Gekas: Sieg gegen Ex-Club Pflicht

Berlin - Einst Bochums «Lebensversicherung», jetzt Herthas Hoffnung: Auf Torjäger Theofanis Gekas richten sich beim Abstiegs-Duell der beiden Fußball-Bundesligisten alle Blicke.

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«Das ist keine alltägliche Partie für mich. Aber ich spiele jetzt für Hertha und will unbedingt gewinnen», sagte Gekas vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein VfL Bochum in Berlin. Gelingt dem abgeschlagenen Schlusslicht Hertha erneut kein Heimsieg, kann der Verein wohl schon nach dem dritten Rückrunden-Spieltag für die 2. Liga planen.

Siegeswille

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Hertha-Neuzugang Theofanis Gekas will unbedingt gegen seinen Ex-Club Bochum gewinnen.

Notlagen wie diese sind Gekas aus seiner VfL-Zeit vertraut und entmutigen ihn nicht. «Damals waren wir in einer vergleichbaren Situation und konnten uns daraus befreien», erklärte er. Seinerzeit allerdings traf der Grieche wie am Fließband und holte sich 2007 im Bochumer Trikot mit 20 Treffern die Bundesliga-Torjägerkanone. Sein damaliger Trainer Marcel Koller nannte ihn deshalb «unsere Lebensversicherung» gegen den Abstieg. «Ich hatte dort ein persönlich sehr erfolgreiches Jahr», schwärmte Gekas, der noch immer Kontakte zum Club aus dem Ruhrgebiet pflegt.

Nach dem Glanzjahr in Bochum war er dem Lockruf von Bayer Leverkusen gefolgt. Beim aktuellen Spitzenreiter fristete er zuletzt aber nur noch ein Dasein als Bank-Drücker. In der Winterpause wechselte er vom oberen Ende der Tabelle ans untere. «Die Mannschaft hat definitiv das Potenzial, die Klasse zu halten. Wenn ich nicht daran glauben würde, wäre ich nicht hier», betonte der 29-Jährige nach seiner Ankunft in Berlin.

«Gekas hat sich hervorragend eingelebt in der Gruppe», meinte Trainer Friedhelm Funkel. Der Stürmer sagte: «Wenn jetzt noch der sportliche Erfolg eintritt, fällt das Einleben natürlich noch leichter.»

Die Hertha baut auf die Vollstrecker-Qualitäten des Griechen, der den Europameister von 2004 mit zehn Treffern in der Qualifikation zur WM in Südafrika schoss. «Er macht auch aus wenigen Chancen Tore», meinte Funkel, sagte aber auch: «Er hat mit Sicherheit auch noch Luft nach oben.» Der Coach hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Gekas in Berlin landete - und nicht beim besser positionierten Liga-Rivalen in Frankfurt, der ebenfalls um ihn buhlte. «Trainer Funkel und Manager Michael Preetz haben sich sehr um mich bemüht und mir das Gefühl gegeben, ihr absoluter Wunschspieler zu sein», erklärte Gekas.

Bei seinem Hertha-Debüt in Hannover (3:0) traf Gekas prompt, konnte danach aber den Rückschlag beim 0:0 gegen Mönchengladbach auch nicht verhindern. Der Hertha läuft die Zeit davon. Sieben Punkte Rückstand sind es auf Relegationsplatz 16. Bleiben die Berliner doch im Oberhaus, verlängert sich der Vertrag des Angreifers um zwei Jahre. Sogar an der Vorstellung, die Karriere bei der Hertha ausklingen zu lassen, findet Gekas Gefallen: «Das wäre perfekt. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, kann ich mir das definitiv vorstellen», verkündete der Grieche unlängst in der «Sport-Bild».

dpa

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