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Späte Gerechtigkeit? - Brolin will «sein» Tor

Stockholm - 47 Länderspiele, WM-Bronze, Pokalsieger in Italien, UEFA-Cup- und Supercup-Gewinner: Eigentlich kann sich die Trophäensammlung für einen Fußballer aus Schweden sehen lassen. Eine Sache lässt Tomas Brolin aber auch mehr als zehn Jahre nach seinem Karriereende noch keine Ruhe.

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27 Tore will der heute 40-Jährige im Nationalteam geschossen haben, in den Statistiken stehen aber nur 26 zu Buche. Der Grund: Vor knapp 20 Jahren fiel in einem Testspiel der «Tre Kronor» gegen Norwegen ein Treffer, der dem Verteidiger Roland Nilsson zugerechnet wurde. Zuletzt am Ball war damals aber wohl Brolin - und der will jetzt «sein» Tor zurück.

Im schwedischen Fernsehen tat Brolin seine Forderung kund: Er sei des Tores beraubt worden, denn erst von seinem Rücken habe der Ball an jenem 8. August 1991 den Weg ins Tor der Norweger gefunden. Damals habe er sich nicht umgehend beschwert, sagte Brolin, weil er Nilsson, der ihn angeschossen hatte, dessen ersten Treffer im Nationalteam nicht vermiesen wollte. Jetzt solle der Irrtum aber gefälligst berichtigt werden. Mit 27 Toren würde Brolin, in den 90er Jahren eine der Lichtgestalten des schwedischen Fußballs und im Trikot des AC Parma äußerst erfolgreich, übrigens Agne Simonsson in der ewigen Torjägerliste der Skandinavier auf Platz sieben einholen.

dpa

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