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DFB-Elf in Qualifikation für EM 2012 gesetzt

Warschau - Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2012 gesetzt. Das geht aus dem Ranking der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hervor.

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Die ganz dicken Brocken wie Titelverteidiger Spanien oder Weltmeister Italien versperren der DFB-Elf auf dem Weg zur EM 2012 nicht den Weg. Im Gegensatz zur Auslosung für die EM 2008 können Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff der Zeremonie am 7. Februar etwas entspannter entgegensehen.

EURO 2012

Foto: dpa Bild vergrößern

Das offizielle Logo der EURO 2012 ist bei der Präsentation in Kiew an der Wand eines Saales angebracht.

Wenn im Kulturpalast von Warschau die polnischen Fußball-Legenden Zbigniew Boniek und Andrzej Szarmach sowie die ukrainischen Stars Oleg Blochin und Andrej Schewtschenko die Lose ziehen, ist die Auswahl des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) als Gruppenkopf gesetzt. Damit kommen auch der WM-Zweite Frankreich, Nachbar Niederlande oder die erstarkten Engländer als Qualifikations-Gegner nicht infrage.

Aus sechs Lostöpfen werden insgesamt 51 europäische Nationalteams in neun Gruppen eingeteilt und kämpfen um 14 Startplätze. Die beiden Gastgeberländer sind automatisch qualifiziert. Mögliche deutsche Quali-Gegner sind aus Topf 2 Ottmar Hitzfelds Schweizer oder Otto Rehhagels Griechen. Die Bewerber werden in sechs Sechser- und drei Fünfer-Gruppen eingeteilt. Die Gruppensieger und der beste Zweitplatzierte qualifizieren sich direkt für die Endrunde vom 9. Juni bis 1. Juli 2012. Die acht weiteren Gruppenzweiten spielen im November 2011 in Playoff-Duellen die vier restlichen EM-Plätze aus.

Ungeachtet des jüngsten Lobes von UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino («Wir liegen genau im Plan. Die Vorbereitungen für die EURO 2012 laufen gut und wir sind alle fest davon überzeugt, dass es eine fantastische EURO werden wird») sind die EM-Gastgeber erneut in die Diskussion geraten. Erst sorgte die bekanntgewordene Verzögerung beim Stadionbau in Breslau und das drohende Aus als EM-Spielort für Unruhe, dann kündigten polnische Vertriebenenverbände für den 5. Februar Proteste in der polnischen Hauptstadt an.

Zwei Tage vor der Ziehung der Lose sind vor der ukrainischen Botschaft in Warschau und ukrainischen Konsulaten in fünf weiteren Städten Demonstrationen geplant. Wie der Sprecher der polnischen Vertriebenen aus der Ukraine, Tadeusz Isakowicz-Zaleski, ankündigte, wollen Vertreter polnischer Opferverbände den Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA in einem Brief auffordern, «auf die negative Entwicklung in der Ukraine zu reagieren».

Hintergrund des Streits: Die polnischen Vertriebenen wollen gegen die Würdigung des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera durch Präsident Viktor Juschtschenko protestieren. Juschtschenko hatte dem früheren Separatistenführer vor knapp zwei Wochen posthum den Titel «Held der Ukraine» verliehen. Polnische Flüchtlinge machen Bandera verantwortlich für Morde an der polnischen Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg. In der Ukraine, vor allem in Lemberg (Lwiw), gebe es «extrem nationalistische, antipolnische und antisemitische» Ausfälle, sagte Isakowicz-Zaleski. Dies sei ein Hindernis bei der EM-Ausrichtung, betonte der katholische Priester aus Krakau.

Die Lostöpfe:

Topf 1: Spanien Deutschland Niederlande Italien England Kroatien Portugal Frankreich Russland

Topf 2: Griechenland Tschechien Schweden Schweiz Serbien Türkei Dänemark Slowakei Rumänien

Topf 3: Israel Bulgarien Finnland Norwegen Irland Schottland Nordirland Österreich Bosnien-Herzegowina

Topf 4: Slowenien Lettland Ungarn Litauen Weißrussland Belgien Wales Mazedonien Zypern

Topf 5: Montenegro Albanien Estland Georgien Moldawien Island Armenien Kasachstan Liechtenstein

Topf 6: Aserbaidschan Luxemburg Malta Färöer Andorra San Marino

dpa

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