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«Do swidanija, Guus»: Hiddink verlässt Russland

Moskau - Guus Hiddink wird seinen Ende Juni auslaufenden Vertrag als Trainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft nach der verpassten Qualifikation zur WM in Südafrika nicht verlängern.

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«Die Entscheidung fiel jetzt, um dem Verband (in Moskau) genug Zeit für die Suche nach einem Nachfolger zu geben», schrieb der Niederländer in einer Kolumne für die Amsterdamer Zeitung «De Telegraaf». Über seine Zukunftspläne verriet der 63-Jährige nichts. Hiddink hatte die Sbornaja 2006 übernommen und bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz ins Halbfinale geführt. Auf der Suche nach einem Nachfolger soll nach Angaben des russischen Sportministers Witali Mutko ein einheimischer Coach bevorzugt werden.

Einigung

Foto: dpa Bild vergrößern

Guus Hiddink begibt sich in Russland 2009 zu einer Pressekonferenz der Nationalmannschaft.

Um den in Russland populären Hiddink zu halten, hatte ihm der Verband in Moskau ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet. Der international umworbene Coach dürfe neben der Sbornaja künftig zusätzlich einen europäischen Club trainieren. Dafür sinke sein Gehalt in Moskau aber von sieben auf fünf Millionen Euro jährlich. Eine solche Doppelfunktion hatte Hiddink im vergangenen Jahr bereits, als er «nebenbei» den FC Chelsea des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch betreute. Russische Fußballfans hatten trotz des Scheiterns in der WM-Qualifikation auf einer eigenen Internetseite in Niederländisch appelliert: «Guus, bleib bei uns.» Dort hieß es am 14. Februar: «Do swidanija» (Auf Wiedersehen).

Damit wird für Hiddink das Testspiel am 3. März in Ungarn eine der letzten Begegnungen an der Seitenlinie der Sbornaja. Russlands Qualifikationsspiele zur EM 2012 unter anderem gegen die Slowakei und Irland werden ihn nicht mehr betreffen. Russlands neuer Verbandspräsident Sergej Fursenko sagte, Hiddink habe den Beschluss einseitig gefasst und ihm mitgeteilt. Der Spitzensport des Riesenreichs danke dem Coach für seine Arbeit und wünsche ihm alles Gute. Hiddink war zuletzt mit zahlreichen Top-Clubs in Verbindung gebracht worden. Zudem wird er als Trainer Nigerias gehandelt. Bisherige Stationen waren auch Real Madrid und der PSV Eindhoven sowie die Nationalteams der Niederlande, Südkorea und Australien.

Mit dem Abschied geht eine bemerkenswerte und äußerst erfolgreiche russisch-niederländische Zusammenarbeit im Fußball zu Ende. Parallel zu Hiddink hatte in St. Petersburg Trainer Dick Advocaat den dortigen Verein Zenit zwischen 2006 und 2009 dauerhaft an die europäische Spitze herangeführt. Hiddinks Abschied ist auch ein Schlag für die Bewerbung Russlands um die Fußball-WM 2018. Der renommierte Coach war dort als zentraler Werbeträger eingeplant. Der Kapitän der Nationalmannschaft, Andrej Arschawin, hatte einmal bei einem Weggang des Niederländers vor einem «Zerbrechen» des Teams gewarnt. «Ohne Guus keine Mannschaft», hatte der Stürmer von Arsenal London gesagt.

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. wmtjzc schrieb am 30.09.2011 um 08:40:01:

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