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Chelsea nutzt ManU-Patzer: Lob für 25-Tore-Drogba

London/Hamburg - Petr Cech parierte alles, Michael Ballack rackerte vorbildlich und Didier Drogba traf einmal mehr nach Belieben: Nach dem Patzer von Verfolger Manchester United hat der FC Chelsea seinen Vorsprung in Englands Fußball-Meisterschaft auf vier Punkte ausgebaut.

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«Nach der Niederlage für ManU war das ein großer Sieg für uns», frohlockte Carlo Ancelotti nach dem 2:0 (1:0) bei den Wolverhampton Wanderers. Trotz der 3:1-Schützenhilfe des FC Everton im Mittags-Match gegen den Titelverteidiger aus Manchester glaubt der Chelsea-Coach im Titelkampf noch nicht an eine Vorentscheidung: «Bei noch elf Spielen sind vier Punkte zwar ein schönes Polster, aber wir müssen weiter auf unser Ziel fokussiert sein. Noch ist nichts entschieden.»

Glückwunsch

Foto: dpa Bild vergrößern

MIchael Ballack (l) gratuliert Didier Drogba im November 2009 zu einem Tor.

Dass Chelsea auch ohne sieben Stammspieler dreifach punktete, lag vor allem an Keeper Cech und «Knipser» Drogba. Der Nationalstürmer von der Elfenbeinküste erzielte seine Meisterschaftstreffer 18 und 19 - in allen Wettbewerben hat er gar schon 25 Saisontore auf dem Konto. «Didier erledigt seinen Job hervorragend, nicht nur wegen der Tore. Er ist auch ein Leader auf dem Platz. Sein Einsatz ist vorbildlich», lobte Ancelotti den Goalgetter in den höchsten Tönen.

Der eigentliche Matchwinner stand für den Erfolgscoach jedoch zwischen den Pfosten. «Cech war der Mann des Spiels. Er hat uns beim Stand von 1:0 den Vorsprung gerettet und zum 2:0 einen exzellenten Assist gegeben», analysierte Ancelotti den weiten Abschlag des Tschechen, den Torjäger Drogba aufnahm und abgebrüht vollendete.

«Insgesamt war es eine ausgezeichnete Vorstellung von den beiden», urteilte Ancelotti, der Nationalmannschaftskapitän Ballack von Beginn an brachte - was zuletzt nicht immer der Fall gewesen war. Der Deutsche war als Anspielstation am ersten Treffer mitbeteiligt, gefiel durch großen Einsatz, der ihm in der 64. Minute aber auch eine Gelbe Karte einbrachte. Doch Ballack & Co. blieben abgebrüht genug, um den Pflichtsieg bei den Wanderers nach Manchesters unfreiwilliger Vorlage einzufahren.

Denn zehn Tage nach Chelsea (1:2) stolperte auch ManU beim FC Everton und ist in der Premier League unter Zugzwang geraten. «Zu diesem wichtigen Zeitpunkt der Saison können wir uns so schlechte Resultate nicht erlauben», monierte Trainer Alex Ferguson.

Zumal der Tabellendritte FC Arsenal ebenfalls vom Rückschlag des Rivalen profitierte und bis auf zwei Punkte an den Champion herankam. Nicklas Bendtner (27.) und Cesc Fabregas (90./Foulelfmeter) trafen gegen den FC Sunderland zum 2:0-Heimsieg der «Gunners», für die Trainer Arsene Wenger den Titel noch nicht abgeschrieben hat: «Wir haben zwei Ziele: Die Teams hinter uns in der Tabelle auf Abstand zu halten und so dicht wie möglich an die Spitze heranzukommen.»

Nach hinten ist der Abstand weiter gewachsen, da sich Manchester City und der FC Liverpool im direkten Verfolger-Duell - das torlos endete - gegenseitig die Punkte wegnahmen. Durch das Remis kletterten die Tottenham Hotspur auf den vierten Platz. Die «Spurs» gewannen bei Wigan Athletic mit 3:0.

dpa

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