Sonntag, 21. Februar 2010 / 22:52 Uhr
Mailand - Vor dem Champions-League-Hit gegen den FC Chelsea scheint Inter Mailand das Siegen verlernt zu haben, bleibt aber weiter schier unbezwingbar.
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Selbst mit nur neun Mann auf dem Platz rettete der Titelverteidiger am 25. Spieltag der italienischen Fußball-Meisterschaft gegen Sampdoria Genua ein 0:0. «Inter ist unschlagbar», titelte die «Gazzetta dello Sport» vor dem mit Spannung erwarteten Duell gegen Michael Ballacks FC Chelsea.
Trotz des dritten Unentschiedens in Serie führt der Meister die Tabelle der Serie A mit 55 Punkten weiter vor dem AS Rom (50) an, der ohne den verletzten Luca Toni mit 1:0 gegen Catania gewann. Mirko Vucinic traf in der 18. Minuten zum spielentscheidenden Treffer. Hinter den Römern folgt mit 48 Punkten der AC Mailand, der mit 2:0 (0:0) dank der Treffer von Marco Borielle (49.) und Alexandre Pato (69.) in Bari gewann.
Rekordmeister Juventus Turin (41) verteidigte durch ein 2:1 in Bologna Tabellenrang vier. Der ehemalige Bremer Diego hatte die zuletzt schwächelnde «Alte Dame» in Bologna früh mit 1:0 in Führung gebracht (5.), Antonio Busce glich für die Hausherren aus (50.). Für den Sieg der Turiner sorgte Neuzugang Antonio Candreva (66.) nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung.
Im hitzigen Spiel gegen Genua legte sich Inter-Trainer José Mourinho wieder einmal mit dem Schiedsrichter an, der in der 32. Minute Walter Samuel wegen einer Notbremse zurecht die Rote Karte gezeigt und sechs Minuten später auch Ivan Cordoba vom Platz gestellt hatte. Auch die Gäste konnten die Partie nicht zu elft zu Ende spielen, da Giampaolo Pazzini (74.) gelb-rot sah.
Mourinho provozierte den Referee mit einer Geste, bei der er seine Hände wie in Handschellen gefesselt vor sich hielt. Was er damit ausdrücken wollte, blieb das Geheimnis des Portugiesen. Um Schlimmeres zu verhindern, verordnete Club-Präsident Massimo Moratti seinem Team ein Redeverbot. Italiens Medien zitierten Mourinho am Sonntag dennoch mit dem angeblich vor der Kabinentür aufgeschnappten Satz: «Nur zu sechst können sie uns schlagen!»
Im zweiten Samstagsspiel schlug der FC Genua Udinese Calcio klar mit 3:0, woraufhin Udinese Trainer Gianni De Biasi entließ und durch dessen Vorgänger Pasquale Marino ersetzte. Der 47-jährige Sizilianer war am 22. Dezember vergangenen Jahres in Udine abgelöst worden, weil der Club unter ihm in 17 Spielen nur 18 Zähler eingefahren hatte. Derzeit rangiert der Club mit 24 Punkten im unteren Tabellendrittel.
Auch Kellerkind Lazio Rom geriet wieder unter die Räder. Beim 1:3 der Römer in Palermo saß der deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger wieder nur auf der Bank. Mit 26 Punkten bleibt Lazio als Tabellen-15. weiter abstiegsgefährdet. Bayern Münchens Champions-League-Gegner AC Florenz (34) siegte mit 2:1 gegen Livorno.
dpa
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
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