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Fortuna nun Aufstiegskandidat: «Locker bleiben»

Aachen - Die Mannschaft verblüfft, der Trainer bremst. Vom «Durchmarsch», den Fortuna Düsseldorf zum zweiten Mal anpeilen kann, will Norbert Meier offiziell nichts wissen.

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«Ich stelle mich jetzt bestimmt nicht hin und töne, dass wir ein Aufstiegskandidat sind», sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten. Doch nachdem die Fortuna auch auswärts mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Alemannia Aachen ihre famose Verfassung bestätigte, ist dem Traditionsverein nur wenige Monate nach der Rückkehr in die 2. Liga der große Wurf zuzutrauen.

Zweikampf

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Düsseldorfer Martin Harnik und Nico Herzig (l) aus Aachen kämpfen um den Ball.

Drei Punkte beträgt der Rückstand zum dritten Tabellenplatz, der zur Relegation berechtigt. Bereits zwischen 1994 und 1995 war den Düsseldorfern der «Durchmarsch» aus der Drittklassigkeit ins Fußball-Oberhaus geglückt. «Wir stehen zu recht da oben in der Tabelle, mit mehr sollten wir uns momentan aber nicht beschäftigen», meinte Fortuna-Keeper Michael Ratajczak, der in Aachen mit Glanzparaden dafür sorgte, dass das Zauber-Tor von Martin Harnik (25. Minute) zum Triumph reichte. «Da hat einfach alles gepasst», sagte der Torschütze und stellte klar: «Unser Matchwinner war aber Ratajczak.»

Die Heimbilanz ist nahezu makellos, nun gelang der Fortuna auch der dritte Saison-Auswärtssieg. «Wir haben gekämpft und sind belohnt worden. Das müssen wir jetzt daheim bestätigen», erklärte Ratajczak, dessen Abwehr bislang erst 22 Gegentore kassierte - nur Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern (18 Gegentore) weist einen besseren Wert auf.

Vorne trifft Harnik, in Aachen bereits zum zwölften Mal in dieser Saison. Die Zukunft des bis Sommer vom Bundesligisten Werder Bremen ausgeliehenen und umworbenen Stürmers ist noch unklar. «Ich spreche zunächst mit Fortuna, möchte mich aber noch etwas orientieren», sagte Harnik, der eine Entscheidung bis Ende März angekündigt hat: «Wie jeder andere Spieler möchte auch ich in die Bundesliga.»

Vielleicht gelingt ihm das in Düsseldorf. Nach vielen Jahren der Entbehrung erreicht die Begeisterung in der Modestadt langsam den Siedepunkt. Aber Coach Meier bremst die Euphorie. «Ich freue mich für die Fans, aber wir Fußballer sollten locker bleiben.», meinte Meier, der im nächsten Heimspiel gegen Greuther Fürth auf Kapitän Andreas Lambertz wegen einer Gelb-Rot-Sperre verzichten muss.

Die Alemannia hat andere Sorgen. «Es ist wie verhext und tut weh, dass wir weiter dem Erfolg hinterherlaufen», sagte Trainer Michael Krüger. Nach der zehnten Saisonpleite ist Aachen nur noch Mittelmaß. Leidenschaft und Siegeswille sprach Krüger seinem Team nicht ab: «Aber dann macht Düsseldorf aus einer Chance das Siegtor und wir nutzen unsere guten Möglichkeiten nicht. Das ist deprimierend.»

dpa

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