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Guerrero besiegt Flugangst und hofft auf Comeback

Hamburg - Paolo Guerrero musste bei seiner Rückkehr nach Hamburg staunen: Torjäger-Legende Ruud van Nistelrooy im HSV-Dress, aber die alten Kumpel Alex Silva und Mickael Tavares nicht mehr da. Im vergangenen Vierteljahr hat sich beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV einiges getan.

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Vor mehr als drei Monaten war Guerrero in seine Heimat Peru geflogen, um sich nach einem im September vergangenen Jahres erlittenen Kreuzbandriss zu erholen und für sein Comeback zu arbeiten. Dass der Stürmer den Heimaturlaub aber nicht wie gefordert nach der Winterpause beendete, sondern wegen Flugangst um zwei Monate ausdehnte, stieß dem HSV bitter auf.

HSV-Stürmer

Foto: dpa Bild vergrößern

José Paolo Guerrero ist zurück in Hamburg.

Mehrere Flugversuche hat der Peruaner abgebrochen, darunter auch einen zum Arztbesuch beim Kniespezialisten in den USA. Umso bemerkenswerter die Aussage des Südamerikaners vor seinem Abflug in Lima: «Das ist alles Blödsinn. Ich habe keine Angst. Das haben die Medien erfunden». Die Worte riefen auch beim HSV Erstaunen vor. «Unsere Therapie hat wohl angeschlagen», meinte HSV- Sprecher Jörn Wolf augenzwinkernd.

Später räumte Guerrero auf der Internetseite des HSV ein: «Ich möchte gar nicht mehr so viel darüber sprechen. Ich habe schon seit der Kindheit Flugangst. Bei dem Flug in die USA kamen eine Menge Faktoren zusammen. Bei den nächsten Versuchen hatte ich so große Angst, dass dies wieder passieren könnte, dass ich sie abgebrochen habe.»

Unter Anleitung von HSV-Physiotherapeut Kristof Meyer, der seinen Arbeitsplatz für sechs Wochen nach Peru verlegt hatte, bereitete sich Guerrero auf sein Comeback bei den Hamburgern vor. «Kristof hat mir sehr geholfen, jetzt schon wieder so weit zu sein», sagte Guerrero.

Laut Club-Chef Bernd Hoffmann wird man den Stürmer vielleicht in zwei, drei Wochen sehen können. Der Peruaner will jedoch sofort wieder ran. «Ich hoffe, dass ich in Anderlecht dabei bin», sagte er und erntete damit bei Labbadia einen ungläubigen Blick. «Paolo hat noch gewisse Defizite. Diese sind leider nicht in einer Woche zu beheben», erklärte der Trainer nach den Laktat- und Krafttests. Vorerst muss der Torjäger, der in den ersten vier Saisonspielen viermal getroffen hatte, mit Athletik-Trainer Markus Günther Sonder-Übungen absolvieren.

dpa

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