Montag, 15. März 2010 / 13:02 Uhr
Bielefeld - Dem in Finanznot geratenen Zweitligisten Arminia Bielefeld droht ein Punktabzug. Angeblich will die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf Lizenz-Verstöße der Ostwestfalen reagieren.
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Dies berichtete das «Westfalen-Blatt». «Wir müssen damit rechnen, dass noch etwas kommen wird», sagte der Bielefelder Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Leopoldseder der Zeitung. Zwar sei die Saison «durchfinanziert», aber dennoch ein DFL-Bescheid «innerhalb der nächsten acht Tage» zu erwarten.
Neben einem Abzug von angeblich vier bis fünf Zählern ist auch eine Geldstrafe möglich. Diese Spekulationen wollte ein Vereinssprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht dementieren: «Eine Sanktion ist nicht auszuschließen.» Im Falle eines Punktabzuges würde der Absteiger im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr weiter ins Hintertreffen geraten. Nach der letzten Niederlage in Aachen beträgt der Abstand zum Relegationsplatz sechs Zähler.
Die Bielefelder hatten im Februar eine Finanzierungslücke in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die laufenden Spielzeit eingeräumt und waren von der DFL deshalb zu einer Nachbesserung aufgefordert worden. Bielefeld muss mit ähnlichen Konsequenzen rechnen wie die TuS Koblenz. Der Ligakonkurrent der Arminia war in der Saison 2007/2008 wegen «Täuschung im Lizenzierungsverfahren» mit einem Abzug von sechs Punkten und einer Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro belegt worden.
Die negativen Schlagzeilen über die Finanzprobleme erschweren die Suche nach einem neuen Trainer. Im Verlauf der Woche soll der Nachfolger von Thomas Gerstner gefunden werden. Derzeit werden Michael Oenning und Marcel Koller als Nachfolger gehandelt. Leopoldseder stellte eine baldige Lösung in Aussicht: «Aber ich kann nicht garantieren, dass wir bis zum Spiel gegen Paderborn am Samstag schon einen neuen Trainer präsentieren können.»
dpa
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