Donnerstag, 18. März 2010 / 13:11 Uhr
Barcelona - Nach dem 0:4-Debakel beim FC Barcelona wollte Jens Lehmann niemanden sehen oder sprechen. Wortlos verzog er sich in den Mannschaftsbus des VfB Stuttgart.
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Der 40 Jahre alte Torwart hat sich zwar noch nicht entschieden, ob er nach dieser Saison aufhört oder vielleicht noch ein Jahr in England oder den USA dranhängt. Aber es spricht alles dafür, dass er im Stadion Camp Nou das letzte Europacup-Spiel seiner 22-jährigen Karriere bestritten hat.
Für Lehmann war es ein bitterer Abend: Er kassierte vier Gegentore und wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. So etwas ärgert jeden Fußballer, aber einen derart ehrgeizigen wie ihn ganz besonders. Den Zorn des Publikums zog sich der Torwart gleich am Anfang zu, als er sich über eine Entscheidung des Schiedsrichters beklagte. In der 77. Minute weigerte er sich, den Ball aus dem Tor zu holen, den Barcas Zlatan Ibrahimovic nach einem Abseitspfiff dorthin geschossen hatte.
An Barcelona wird Lehmann somit immer schlechte Erinnerungen behalten. 2006 verlor er das Champions-League-Finale mit dem FC Arsenal gegen die Katalanen, nun verabschiedeten sie ihn mit dieser Lehrstunde. Nur Lehmanns Sohn wird daran zumindest einen kleinen Gefallen gefunden haben. Der ist Lionel-Messi-Fan. Und der Argentinier schenkte seinem Vater gleich zwei Tore ein.
dpa
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