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Vor französischem Duell werden die Messer gewetzt

Paris - «Bruderduell» mit Zündstoff: Beim Rückspiel gegen Olympique Lyon will Bayern-Schreck Girondins Bordeaux doch noch das «Wunder» schaffen und ins Halbfinale der Champions League einziehen.

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«Wir müssen mit dem Messer zwischen den Zähnen auf Feld gehen, zwei Tore reichen ja», sagte Torwart Cedric Carrasso. Der französische Meister hatte das Hinspiel in Lyon mit 1:3 verloren. Optimistisch gibt sich auch der Deutsche Gernot Rohr, der in Bordeaux als Spieler und Trainer Karriere machte. «Die Überraschung ist drin. Nach einer demütigenden Woche (mit drei Niederlagen nacheinander) werden die Spieler sicher motiviert sein», sagte Rohr vor dem Spiel.

Zweikampf

Foto: dpa Bild vergrößern

Lyons Cesar Delgado (l) stoppt im Hinspiel Benoit Tremoulinas von Girondins.

Rohr hofft wohl auch auf zwei weitere Partien zwischen seinen Ex- Teams Bordeaux und Bayern München im Halbfinale, nachdem der französische Meister in der Vorrunde zweimal gewann. Aber bei Lyon will man sich auf keinen Fall die Butter vom Brot nehmen lassen. «Wenn wir ausscheiden sollten, wäre das ein Fiasko für den Verein», sagte Nationaltorwart Hugo Lloris. Olympique hatte bereits den FC Liverpool und im Achtelfinale Topfavorit Real Madrid ausgeschaltet.

Der aktuelle Ligue-1-Leader Lyon will nicht nur Bordeaux, sondern auch den Viertelfinal-«Fluch» besiegen. Seit zehn Jahren ist der französische Serienmeister der Jahre 2002 bis 2008 bereits ununterbrochen in der europäischen Königsklasse dabei, viermal war in den besten Jahren aber die Runde der letzten acht Endstation. Im Stadion Chaban-Delmas, das wohl mit 34 300 Zuschauern ausverkauft sein wird, wird OL-Coach Claude Puel auf zwei wichtige Offensivkräfte verzichten müssen. Der Argentinier Lisandro López, der im Hinspiel zweimal traf, und Sydney Govou sind gesperrt. Puel setzt deshalb in erster Linie auf die gute Form des Brasilianers Michel Bastos und des Bosniers Miralem Pjanic.

Bei den Hausherren, die am Wochenende in der Meisterschaft von Platz eins auf Rang vier abstürzten, steht hinter dem Einsatz des angeschlagenen Innenverteidigers Marc Planus ein Fragezeichen. Dafür steht der im Hinspiel noch gesperrte defensive Mittelfeld-Chef Alou Diarra wieder zur Verfügung. Die Hoffnungen ruhen aber in erster Linie auf den Offensivkräften um Marouane Chamakh und Regisseur Yoann Gourcuff. «Die Spieler haben den Schlüssel zum Erfolg, der Kopf ist wichtig», sagte Coach Laurent Blanc.

dpa

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