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Zurück im Team: Hingst will Trainer überzeugen

Dresden - Die Erleichterung ist Ariane Hingst anzusehen. Locker beantwortet die beim 1. FFC Frankfurt kickende Fußball- Nationalspielerin die Fragen der Journalisten, im ersten Training mit ihren Auswahl-Kolleginnen präsentiert sie sich so, als ob sie nie weggewesen wäre.

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Doch Hingst war weg, fast ein dreiviertel Jahr. Die Abwehrchefin will in Dresden ihr Comeback geben und sich dabei nachdrücklich bei den Trainerinnen Silvia Neid und Ulrike Ballweg anbieten. Nach der Absage der Schwedinnen ist Hingst der Kontrahent egal. Denn: Die WM im eigenen Land im nächsten Jahr ist das große Ziel der 165-maligen Internationalen.

«Ich freue mich einfach nur, wieder dabei zu sein. Ich fühle mich nach der Verletzung fit und wohl, weiß aber auch, dass es bis zur Top-Form noch ein langer Weg ist», meint Hingst. Im Viertelfinale der erfolgreich gestalteten Europameisterschaft vor einem Jahr hatte sich die 30-Jährige beim 2:1-Erfolg über Italien einen Außenmeniskus- und Knorpelschaden im linken Knie zugezogen. «Es hat fünf Monate gedauert, bis ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Wer einmal mehrere Monate in der Reha zubringen musste weiß, wie es mir ergangen ist», erzählt die gebürtige Berlinerin.

Doch die WM im nächsten Jahr wirkt wie ein Magnet. «Das ist das Größte überhaupt, was man als Spielerin erleben kann. Da möchte ich unbedingt dabei sein. Die WM wird ihre eigene Geschichte schreiben. Man darf sie nicht mit der Männer-WM 2006 vergleichen. Unsere Weltmeisterschaft wird eher ein Familienfest sein, eben ganz anders, aber ganz besonders», schwärmt Hingst schon jetzt.

Bei Gesundheit und entsprechender Form wird die Frankfurterin, die mit Nationaltorfrau Nadine Angerer und anderen Spielerinnen in einem Haus im Wald eine Wohngemeinschaft bildet, dank ihrer internationalen Erfahrung aus Neids Team nicht wegzudenken sein. «Wir sind froh, sie wieder dabeizuhaben. Ihre Spielorganisation und ihr Spielverständnis sind sehr wichtig», lobte die Bundestrainerin. Dazu trugen nach der Zeit bei Turbine Potsdam auch zwei Jahre bei Djurgarden IF maßgeblich bei. Hingst: «In Schweden hat Frauen-Fußball einen ganz anderen Stellenwert, viele Spiele werden live im Fernsehen übertragen. Dort ist es selbstverständlich, dass Frauen spielen, während es bei uns in Deutschland trotz der Erfolge immer noch Vorurteile gibt.»

Die Fernstudentin zur Personaltrainerin ist aber nicht unzufrieden. «Als Nationalspielerin kann man bei uns gut verdienen, mehr als in Schweden. Und ich kann mir gut vorstellen, dass sich der DFB nicht lumpen lassen wird, sollten wir wieder Weltmeister werden. Prämienverhandlungen hat es aber noch nicht gegeben», betont sie.

dpa

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