Donnerstag, 25. Januar 2007 / 14:42 Uhr
Guangzhou/China - Die ersatzgeschwächte deutsche Nationalmannschaft der Frauen erwartet zum Auftakt des Vier-Länderturniers in China eine große Herausforderung.
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Gegner im ersten Länderspiel des Jahres in Guangzhou ist der Weltranglisten-Zweite aus den USA. Für Cheftrainerin Silvia Neid ist die Partie gegen den Rivalen, der ohne die Stars Kristine Lilly und Abby Wambach antritt, der erste wichtige Test im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft in China im September. «Das Turnier ist hochkarätig besetzt. Ich will sehen, wie sich meine junge Mannschaft gegen diese starken Gegner aus der Affäre zieht. Ich erhoffe mir wichtige Erkenntnisse», sagte Neid vor der Partie im Guangdong Olympic Stadion, das 80 000 Zuschauern Platz bietet.
Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen posiert 2006 mit dem Algarve Cup.
Die weiteren deutschen Gegner sind Gastgeber China und WM-Teilnehmer England. Wegen des Fehlens zahlreicher Stammspielerinnen wie Birgit Prinz, Steffi Jones, Sandra Minnert oder Renate Lingor setzt Neid vor allem auf junge Akteurinnen, die sich in den Vordergrund spielen können. «Ich will sehen, wie sie das Tempo gegen starke Gegner mitgehen können. Die Ergebnisse sind erstmal zweitrangig. Trotzdem wollen wir uns natürlich gegen die Top-Nationen gut präsentieren.»
Auch US-Coach Greg Ryan nutzt die Spiele zum Testen. «Wenn es unser Ziel gewesen wäre, das Turnier hier zu gewinnen, hätten wir Spielerinnen wie Wambach, Lilly oder Shannon Boxx mitgebracht. Mir geht es darum, dass wir Talenten Einsatzmöglichkeiten geben und sie so stärken, nur so kann man Führungsspielerinnen aufbauen. Ich hoffe, dass sich das für die WM auszahlt», sagte Ryan vor der Partie gegen Weltmeister Deutschland, der für ihn leicht favorisiert ist.
Gastgeber China muss ohne seinen Chefcoach Ma Lianxing auskommen, der wegen Herzproblemen ins Krankenhaus gebracht wurde. Dafür übernimmt Junioren-Trainer Wang Haiming die Betreuung des Teams. «Dies ist ein sehr gut besetzter Wettbewerb. Wir haben die Chance, gegen die besten Nationen der Welt zu spielen. Das ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in diesem Jahr und die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. Ich hoffe, wir können die Lücke zwischen uns und den Spitzenteams ein wenig verringern», sagte Wang, dessen Team zum Auftakt am Freitag gegen England antritt.
dpa
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