Montag, 29. Januar 2007 / 15:12 Uhr
Heidelberg - Nationaltorhüterin Silke Rottenberg hat sich wie befürchtet einen Kreuzbandriss zugezogen, ihre Teilnahme an der Fußball-WM im September in China aber weiter fest im Visier.
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Eine Kernspintomographie in Heidelberg bestätigte die erste Diagnose. «Das vordere Kreuzband im linken Knie ist gerissen, weitere Schäden wurden aber nicht festgestellt», teilte Siegfried Dietrich, der Manager ihres Clubs 1. FFC Frankfurt, der dpa aus China mit. «Das ist tragisch für Silke. Aber sie schaut schon wieder optimistisch nach vorn», sagte Dietrich, der als DFB-Delegationsmitglied zurzeit in Guangzhou weilt. Dort nimmt die deutsche Auswahl an einem Vier-Nationen-Turnier teil.
Bei Silke Rottenberg hat sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigt.
Trotz der niederschmetternden Diagnose gab sich Rottenberg schon wieder zuversichtlich und kämpferisch. «Natürlich ist das bitter. Aber ich werde alles tun, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Die WM bleibt mein Ziel», sagte die 35 Jahre alte FFC-Torfrau. Die Bundesliga-Saison ist für sie allerdings gelaufen.
Rottenberg hatte sich die Verletzung im Training am Samstag vor der Partie gegen Gastgeber China (Sonntag) zugezogen und war vorzeitig in die Heimat gereist. Der deutsche Teamarzt Bernd Lasarzewski wird die notwendige Operation bei der 123-maligen Nationalspielerin bereits an diesem Mittwoch in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid vornehmen. Danach erwartet die Welt- und Europameisterin eine rund sechsmonatige Pause und Rehabilitation.
Cheftrainerin Silvia Neid traut ihrer Nummer 1 ein Comeback vor der WM (10. bis 30. September) zu. «Der Zeitpunkt der Verletzung ist natürlich ärgerlich. Aber Silke ist eine Kämpferin und hat eine professionelle Einstellung. Ich bin überzeugt, dass sie es bis zur WM schafft.»
Für Rottenberg, die noch zum Auftakt beim 0:0 gegen die USA im Tor gestanden hatte, rückt im letzten Turnierspiel am 30. Januar gegen England wieder Stephanie Ullrich zwischen die Pfosten. Die 22-Jährige vom VfL Wolfsburg hatte gegen China (0:0) ein gutes Länderspieldebüt gefeiert. Die eigentliche deutsche Nummer 2, Nadine Angerer (Turbine Potsdam), ist nicht in Guangzhou dabei. Nach zwei torlosen Spielen muss das DFB-Team gegen England unbedingt gewinnen, um die Chance auf den Turniersieg zu wahren. Allerdings ist die Neid-Elf auch dann vom Ergebnis der abschießenden Partie zwischen China - USA abhängig.
dpa
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