Freitag, 14. Mai 2010 / 10:19 Uhr
Aachen - So stolz, dankbar und bescheiden wie Claudemir Jeronimo Barreto hat sich noch kein Fußballer nach seinen ersten Toren für Deutschland gezeigt. «Ich hoffe, noch viel Freude für Deutschland bereiten zu können, weil Deutschland mich so gut aufgenommen hat», sagte Cacau in Aachen.
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Sein Doppelpack verzückte die Fans beim 3:0 gegen Malta. Mit Kopf und Fuß traf der gebürtige Brasilianer - und nach seinem sechsten Länderspiel ließ er sein Herz sprechen. «Deutschland hat mich sozusagen adoptiert», sagte Cacau: «Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft und Teil dieser Nation zu sein.»
Den DFB-Flieger nach Sizilien bestieg der Stürmer des VfB Stuttgart am Morgen danach als erster Gewinner der WM-Vorbereitung. Auf der Insel im Mittelmeer will der 29-Jährige aber nicht die Beine hochlegen. «Ich möchte weiter meine Leistung bringen, damit ich in Südafrika nicht nur dabei bin, sondern auch spielen kann.»
Vor exakt einem Jahr durfte man noch rätseln, was Joachim Löw mit Cacau in der DFB-Auswahl wollte. Doch der Bundestrainer hatte schon damals die speziellen Qualitäten erkannt, die der Angreifer besitzt. Die hatte Cacau in der abgelaufenen Saison auch in Stuttgart so gut ausgespielt, dass der VfB ganz tief in die Tasche griff, um ihn nach schon verkündetem Abschied doch noch mit einem neuen Millionen-Vertrag bis 2013 zu binden.
«Es ist kein Zufall, dass Cacau jetzt im WM-Kader steht», sagte Löw, der sechs Angreifer nominiert hat: «Er hat eine Spielweise, wie sie nicht so oft vorkommt bei einem Stürmer. Er holt sich die Bälle auch im Mittelfeld, dreht sich sofort Richtung Tor, hat viel Tempo, geht immer wieder in die Spitze. So habe ich ihn oft gesehen.»
Cacau startet auch im Deutschland-Trikot durch. Sogar er selbst staunt. «Es ist schon unglaublich, wie alles für mich gelaufen ist in den letzten Jahren», sagte er. Vor zehn Jahren spielte er für Türk Gücü München in der fünftklassigen Landesliga. Er schoss ein paar Tore, wechselte zu den Amateuren des 1. FC Nürnberg, rückte dort rasch auf zu den Profis, debütierte in der Bundesliga. «Das waren Träume, die in Erfüllung gingen», erzählt er heute.
Doch es kam noch besser. 2003 wechselte Cacau nach Stuttgart, wurde mit dem VfB Meister (2007) und erhielt am 2. Februar 2009 seine Einbürgerungsurkunde. Nur vier Monate später debütierte er beim 1:1 gegen China in Shanghai in der Nationalmannschaft. «Es war die Krönung.» Und jetzt gehört er zum deutschen WM-Team. «Ich freue mich auf Südafrika. Das wäre noch ein Traum, der in Erfüllung geht.»
dpa
2 Kommentare | Kommentare verstecken
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
1. Charlie Chancentod schrieb am 14.05.2010 um 14:16:17:
Verdienter Lohn für einen Chancentod aus der zweiten Reihe. Die ewige zweite Geige im Verein hinter Kuranyi, Gomez, Pogrebniak ... - ein besserer Ergänzungsspieler und nun trifft er endlich, zuverlässig, cool, souverän! Danke fürs Durchhalten Cacau! Aber Löw nimmt ihn ja doch nicht mit, es geht ja ums Leischdungsbrintsieb, des koi Mensch vaschtaht... - Jogi - geh Nivea essen und versuch einfach nicht, dem Erfolg nur im Weg zu stehen!
2. schrieb am 17.05.2010 um 15:55:21:
Da muss ich dir 100% recht geben Charlie Chancentod Cacau ist meiner Meinung nach BESTER ANGREIFER DEUTSCHLANDS!!!!Und Gomez muss nict mitkommen Man hat doch bei der EM 2008 gesehen wie SCHLECHT ER IST!!!! Und dann ist der Marktwert von gomez noch mehr als 3 mal so viel wie der von cacau(Gomez´ Marktwert:27.500.000!!!!) Vielllllll zu teuer
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