Freitag, 26. November 2004 / 15:16 Uhr
Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 hat sich auch den zweiten Weihnachtswunsch erfüllt, doch bis zur Winterpause in zwei Wochen warten auf den Fußball-Bundesligisten angesichts wachsender Personalnot noch knifflige Aufgaben.
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«Ich hätte lieber einige Verletzte weniger gehabt. Aber ich hoffe, dass unsere medizinische Abteilung die Spieler bis zum Spiel gegen Bielefeld am Sonntag wieder fit bekommt», sagte Schalke-Trainer Ralf Rangnick nach dem 2:0- «Arbeitssieg» gegen Ungarns Meister Ferencvaros Budapest durch das Eigentor von Gabor Gyepes (15.) und Lewan Kobiaschwilis feinen Außenristtreffer (40.).
Die Schalker Spieler freuen sich über den Erfolg gegen Budapest.
Die Untersuchungen der vorzeitig ausgewechselten Marcelo Bordon (Oberschenkel-Probleme), Ebbe Sand (Prellung am Oberarm) und Thomas Kläsener (Probleme am Schambeinansatz) ergaben allerdings kein klares Bild. «Sand ist geröntgt worden. Es ist nichts gebrochen», berichtete Rangnick. Beim Stürmer hegt er ebenso Hoffnung auf einen Einsatz wie bei Abwehrchef Bordon, bei dem eine Kernspintomographie von Rücken und Fuß keinen negativen Befund ergab. «Sehr fraglich» sei dagegen Kläseners Mitwirken gegen Bielefeld.
Immerhin konnte der Revierclub den vorzeitigen Einzug in die nächste UEFA-Cup-Runde feiern, der nach der überraschenden 1:2- Niederlage des FC Basel gegen Heart of Midlothian endgültig gefeiert werden konnte. Für das Überwintern auf der europäischen Fußball-Bühne hat Schalkes letztes Spiel der Gruppenphase bei Feyenoord Rotterdam dank schottischer Schützenhilfe also keine Bedeutung mehr.
Da die «Knappen» als Spitzenreiter der Gruppe A (7 Punkte) nicht mehr von einem der ersten drei Plätze verdrängt werden können, wird Rangnick im Stadion «De Kuip» am 1. Dezember wohl einigen Etablierten eine Pause gönnen. Zumal viele Profis nach 28 Pflichtspielen in UI-Cup, UEFA-Pokal, Meisterschaft und DFB-Pokal Ermüdungserscheinungen zeigen - physisch wie psychisch. «Ob wir am Ende als Gruppensieger, Zweiter oder Dritter weiter kommen, ist mir egal», sagte Rangnick, dessen Konzentration nun der Bundesliga gilt.
Selbst Gerald Asamoah, körperlich einer der robustesten im Knappen-Kader, sehnt die Winterpause herbei. «Wenn man seit Mitte Juli jeden dritten Tag ein Spiel hat, merkt man schon die Belastung. Ich freue mich auf den Urlaub», sagte der Stürmer, für den bis zum 11. Dezember neben dem Rotterdam-Spiel aber noch drei Bundesliga-Partien anstehen. Zudem ist Asamoah von Jürgen Klinsmann für die anschließende Asienreise der Nationalelf eingeplant.
dpa
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