Freitag, 9. Februar 2007 / 12:33 Uhr
Lausanne - Der niederländische Spitzenclub Feyenoord Rotterdam bleibt wegen der Krawalle seiner Fans in dieser Saison von der Teilnahme an allen europäischen Fußball-Wettbewerben ausgeschlossen.
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Einen entsprechenden Beschluss der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestätigte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne. Der laufende UEFA-Pokalwettbewerb ist für Feyenoord damit beendet. Der ursprünglich als nächster Feyenoord- Gegner ausgeloste britische Verein Tottenham Hotspurs kommt damit kampflos in die folgende Runde.
Das Logo von Feyenoord Rotterdam auf dem Trikot eines Spielers.
Grund für den Ausschluss sind die schweren Ausschreitungen von Feyenoord-Anhängern im UEFA-Cup-Spiel am 30. November des vergangenen Jahres in Nancy. Damals musste die Polizei im Stadion mit Tränengas gegen randalierende Fans aus Rotterdam vorgehen. Das Spiel musste für längere Zeit unterbrochen werden, Feyenoord verlor 0:3.
Der Tabellenfünfte der niederländischen Ehrendivision hatte stets beteuert, keinen Einfluss auf diese Anhänger zu haben. Sie hätten sich auf Umwegen Karten besorgt. Man habe die französischen Behörden sogar vor ihnen gewarnt. In erster Instanz hatte die UEFA zunächst nur eine Geldbuße und eine Bewährungsstrafe für Feyenoord verhängt. Der UEFA-Ankläger ging daraufhin jedoch in Berufung und setzte den Ausschluss von der laufenden Europacup-Saison durch.
UEFA-Präsident Michel Platini äußerte sich nach dem Urteil des Sportgerichts zufrieden. «Das ist die klare Botschaft, dass Gewalt-Aktionen während des Spiels hart angepackt und bestraft werden», erklärte der Franzose. «Die jüngsten tragischen Zwischenfälle haben gezeigt, dass wir gemeinsam jede Form von Rowdytum oder Gewalt aus unserem Sport verbannen müssen», fügte er mit Blick auf die Ausschreitungen in Italien hinzu.
Feyenoord-Finanzchef Onno Jacobs, der ohne die UEFA-Spiele einen Verlust von bis zu zwei Millionen Euro beklagt, sieht dies anders: «Das ist eine harte Strafe. Wir müssen sie akzeptieren, aber es ist bitter, dass unser Verein der Gelackmeierte ist durch das schlechte Benehmen Einzelner, mit denen wir nichts zu tun haben wollen.»
dpa
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