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Inniges Werben um Ballack

Düsseldorf - Das Werben der Bundesligisten um Michael Ballack nimmt an Intensität zu, der Fußball-Star soll seine Künste wieder in Deutschland zeigen. Am offensivsten geht Ballacks früherer Arbeitgeber Bayer Leverkusen mit der Personalie um.

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«Alles» wolle man versuchen, um den 33-Jährigen unter das Bayer-Kreuz zurückzuholen, vertraute Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gleich mehreren Medien an. Doch es gibt augenscheinlich Handicaps. «Wir sind mit finanziellen Ansprüchen konfrontiert worden, die wir nicht erfüllen könnten, wenn sie allein eine Rolle spielten», sagte der 60-Jährige der Nachrichtenagentur dpa, ohne hierzu Details zu nennen. Zudem streiten sich aktuell gleich drei Bundesligisten um den derzeit verletzten Nationalmannschaftskapitän.

Begehrt

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Michael Ballack wird von der halben Bundesliga gejagt.

«Wir wissen, dass wir mit mindestens zwei deutschen Vereinen in großer Konkurrenz stehen», ergänzte Holzhäuser, ohne die Mitbewerber zu benennen. Der «Kicker» tut es: Auch der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg seien an dem derzeit verletzten Hochkaräter Ballack stark interessiert, zudem der FC Liverpool aus der englischen Premier League und der FC Sevilla aus der Primera División.

Wolfsburg soll Ballack bereits eine konkrete Offerte unterbreitet haben. Die «Wolfsburger Allgemeine Zeitung» beruft sich bei ihren Informationen auf «Ballacks Umfeld», VfL-Manager Dieter Hoeneß schweigt dazu. «Ich kommentiere grundsätzlich keine Namen und spekulative Personalien», sagte er der dpa.

In Leverkusen gibt es gar die Fan-Initiative «Micha, komm' zurück». Laut «Bild» haben bis Mittwochabend mehr als 11 000 Personen ihr Votum abgegeben und Holzhäuser «beauftragt», den Transfer Ballacks umzusetzen. Den Bayer-Manager freut's: «Ich bin begeistert von dieser Fan-Initiative. Wir haben fanmäßig eine große Entwicklung. Dafür, dass wir vor Jahren nur der Plastikclub waren, ist das erstaunlich. Und es ist doch klar, dass wir alles versuchen, um Ballack zurückzuholen», wird er zitiert.

Eines ist indes überdeutlich: Der beim FC Chelsea nicht mehr gewollte Ballack wird, egal, wohin es ihn zieht, kaum das Salär bekommen, das er und sein Berater Michael Becker sich vorstellen. Abstriche sind eigentlich logisch, eine Kompensation denkbar. Nach der aktiven Karriere einen schönen Job bei VW in Wolfsburg, bei Bayer in Leverkusen - auszuschließen ist nichts, zumal Becker im «Kicker» betonte, dass «die Finanzen nicht die vorrangige Rolle spielen». Es sei aber auch nicht so, «dass sie keine Rolle spielen».

Das ist allen bewusst, die um Ballacks ablösefreie Dienste buhlen. In Wolfsburg werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den möglichen Sensationscoup Ballack im Vergleich mit Leverkusen als besser eingeschätzt. Doch Ballack-Berater Becker hatte zuletzt darauf verwiesen, dass bei einem neuen Arbeitgeber vor allem die sportliche Perspektive stimmen müsse. Und hier hat Bayer einen Pluspunkt: Die Heynckes-Elf spielt immerhin in der Europa League, Wolfsburg ist in der neuen Saison international nicht vertreten.

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. Milli Onär schrieb am 18.06.2010 um 09:57:51:

Soll er doch mit sich selbst spielen, wenn ihm das alles zu wenig Geld ist. Ich verstehe sowieso keinen Verein, der sich diesen dauerverletzten Vorruheständler in den Kader holt, bringt nur Unruhe und Arbeit für die medizinische Abteilung und eventuell einen Vizetitel, wenn überhaupt...

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