Donnerstag, 15. Februar 2007 / 12:33 Uhr
Bremen - Drei Tore erzielt, souverän gewonnen, tolle Ausgangsposition geschaffen - und trotzdem hat Werder Bremen ein nicht zu übersehendes Problem: Der Sturm des Bundesligisten fand auch beim ungefährdeten 3:0-Sieg im UEFA-Cup-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam nicht aus dem Tief heraus.
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Miroslav Klose und seine Partner enttäuschten drei Tage vor dem Nord-Derby gegen den Hamburger SV erneut. «Wir hätten sicher das ein oder andere Tor mehr schießen können», monierte Trainer Thomas Schaaf, ohne die Stürmer direkt zu kritisieren.
Die Bremer Spieler bejubeln den Sieg gegen Ajax Amsterdam.
Es war kein Zufall, dass die Innenverteidiger Per Mertesacker (48.) und Naldo (54.) den Bann brachen, ehe der überragende Mittelfeldspieler Torsten Frings (71.) die Entscheidung erzielte. Passend dazu scherzte Mertesacker: «Man könnte mich Torjäger nennen. Ich habe jetzt in jedem Wettbewerb getroffen.» Das unterscheidet den langen Abwehrspieler von Bundesliga-Torschützenkönig Miroslav Klose, der schon bei den sechs Champions-League-Spielen ohne Treffer geblieben war. Aber auch die anderen Werder-Stürmer blieben bei den insgesamt sieben internationalen Einsätzen dieser Saison ohne einen Treffer.
Symptomatisch für Klose, der in der Bundesliga-Hinrunde oft geglänzt und zehn Mal getroffen hatte, war die Szene in der 80. Minute: Ajax-Keeper Maarten Stekelenburg lud mit einem Stellungsfehler kurzzeitig zum Schuss ins leere Tor ein, aber Klose zögerte einen Moment zu lang und vergab die Chance zum 4:0. Mit der anschließenden Vorlage auf Diego, der den Ball an die Latte schoss, machte Klose zwar noch das Beste aus der Situation.
Doch es ist offensichtlich, dass dem WM-Torjäger die Leichtigkeit der Hinrunde, das Selbstbewusstsein und ein passender Partner im Sturm fehlt. Ivan Klasnic steht auf Grund seiner Nierenerkrankung langfristig nicht zur Verfügung, und die jungen Aaron Hunt (20) und Hugo Almeida (22) haben bisher nur gelegentlich das geforderte Niveau gezeigt.
Dass die Bremer dennoch vorzügliche Aussichten besitzen, am Donnerstag kommender Woche beim Spiel in der Amsterdam Arena ins Achtelfinale des UEFA-Cups vorzustoßen, liegt zum einen am erschreckend schwachen Ajax-Team, das nicht einmal in Ansätzen an die große Zeit des Clubs erinnerte. Es liegt zum anderen aber auch an einer deutlichen Leistungssteigerung fast aller Werder-Spieler im Vergleich zu den Bundesliga-Pleiten gegen den FC Schalke 04 und den VfB Stuttgart.
«Wir haben unseren Weg wieder aufgenommen», sagte Trainer Schaaf. «Die Mannschaft hat viele Dinge verbessert und an die guten Leistungen, die sie sonst ausgezeichnet hat, angeknüpft.» Vor allem die Einsatzbereitschaft überzeugte gegen die nach der Gelb-Roten Karte für Olaf Lindenbergh (24.) früh dezimierten Amsterdamer.
«Das war heute eine klare Ansage an alle, die uns schon abgeschrieben oder zurecht kritisiert haben», sagte Mertesacker. «Es ist schön, dass wir schon vier Tage später die erste Antwort geben konnten.» Die nächste soll nun am Samstag gegen den Hamburger SV folgen.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
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