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2:0 gegen Slowakei: Paraguay vor Achtelfinale

Bloemfontein - Die Bundesliga-Stars Nelson Valdez und Lucas Barrios stehen mit Paraguay mit einem Bein im WM-Achtelfinale. Durch Tore von Enrique Vera (27.) und Cristian Riveros (86.) gewannen die Südamerikaner in Bloemfontein mit 2:0 (1:0) gegen WM- Neuling Slowakei.

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Damit legten die Südamerikaner in der Gruppe F den Grundstein zum Einzug in die K.o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft. «Wir sind auf einem guten Weg. Ziel ist es jetzt, auch Gruppen-Erster zu werden. Das können wir schaffen», sagte Torschütze Vera. Schon mit einem Punktgewinn am 24. Juni gegen Neuseeland würden die «Guaranies» zum vierten Mal nach 1986, 1998 und 2002 die Runde der letzten 16 erreichen. «Wir haben sehr gut und konzentriert gespielt. Dieses Resultat gibt uns viel Selbstvertrauen», betonte Trainer Gerardo Martino. Vor 26 643 Zuschauern im Free State Stadion blieben die Slowaken in ihrem erst zweiten Spiel auf der WM-Bühne viel zu passiv und müssen nach der ersten Turnier-Niederlage die vorzeitige Heimreise aus Südafrika fürchten.

Emotionen

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Der Slowake Mucha sitzt am Boden, Paraguays Spieler feiern die Führung.

Das Stelldichein aktueller und ehemaliger Bundesliga-Größen stand klar im Zeichen Paraguays, das entschlossen zu Werke ging und den guten Eindruck der lateinamerikanischen Teams bei dieser WM bestätigte. Zur Unterstützung der beiden Dortmunder Valdez und Barrios hatte Coach Martino mit dem früheren Münchner Roque Santa Cruz einen dritten Stürmer aufs Feld geschickt. Die Maßnahme zahlte sich aus, denn das Angreifer-Trio bewegte sich sehr gut und tauschte häufig die Positionen. Dadurch waren sie von der slowakischen Abwehr schwer in den Griff zu bekommen.

Schon in der 3. Minute prüfte der überragende Santa Cruz erstmals Keeper Jan Mucha, der den 18 Meter-Schuss mit Mühe um den Pfosten drehte. Ein Traumpass von Barrios leitete nach knapp einer halben Stunde die verdiente Führung für die «Guaranies» ein. Der in Ecuador spielende Vera nahm die Vorlage des Dortmunders auf und schlenzte den Ball mit dem Außenrist unhaltbar für den slowakischen Schlussmann in die lange Ecke. Acht Minuten vor der Pause verhinderte Mucha per Fußabwehr gegen Santa Cruz einen höheren Rückstand für sein Team.

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Slowaken-Coach Vladimir Weiss hatte nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Neuseeland gleich drei Leute ausgetauscht und gab unter anderem Peter Pekarik vom VfL Wolfsburg eine Chance. Jan Durica von Hannover 96 rückte aus der Abwehrmitte nach links und sicherte dort den ehemaligen Nürnberger Robert Vittek ab. Der Bochumer Stanislav Sestak agierte als einzige Sturmspitze der Slowaken. Als Opfer dieser Umstellungen mussten der künftige Schalker Erik Jendrisek und Radoslav Zabavnik (Mainz 05) zunächst auf die Bank.

Doch von Angriffsschwung war beim WM-Neuling nicht viel zu sehen. Die nach dem missglückten Auftakt unter Zugzwang stehenden Slowaken spielten viel zu abwartend und legten ihre Zurückhaltung auch in Rückstand liegend nicht ab. Den seltenen Vorstößen fehlte zudem die Präzision, um die Hintermannschaft in Verlegenheit zu bringen.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte leisteten sich die Slowaken zu viele Fehler im Aufbau. Alleinunterhalter Sestak wich häufiger auf die Flügel aus, konnte sich aber auch dort kaum durchsetzen. Da auch die Südamerikaner nach der Pause den Zug zum Tor vermissen ließen, verflachte die Partie immer mehr. Valdez forderte seine Teamkollegen durch Gesten auf, sich nicht auf dem Vorsprung auszuruhen, doch erst in der 72. Minute gab es bei Veras Kopfball wieder eine Möglichkeit. Dann machte Riveros von Cruz Azul Mexico aus 14 Metern alles klar.

dpa

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