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Villa trifft: Spanien deutscher Halbfinal-Gegner

Johannesburg - Tor-Garant David Villa hat Mitfavorit Spanien ins WM-Halbfinale gegen Deutschland geschossen, doch eine Empfehlung für die EM-Revanche war das mühsame 1:0 (0:0) über Paraguay nicht.

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Mit seinem späten Treffer in der 83. Minute war der nun fünfmalige Torschütze und Turnier-Toptorjäger einmal mehr der Matchwinner für die Iberer, die am 7. Juli in Durban die deutschen «Überflieger» von Bundestrainer Joachim Löw herausfordern. Vor 55 359 Zuschauern im Ellis Park von Johannesburg lieferten sich die Kontrahenten eine hartumkämpfte Partie, in der beide je einen Elfmeter nicht nutzen konnten. Paraguays nach großem Kampf besiegte «Albirroja» kann sich damit trösten, dass sie mit dem erstmaligen Einzug in die Runde der letzten Acht schon Historisches erreicht hat.

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Der Spanier David Villa (M.) behauptet den Ball gegen drei Paraguayer.

«Jetzt können wir den Augenblick genießen und dann geht es am Mittwoch weiter», sagte Spaniens Coach Vicente del Bosque. Er hatte am Nachmittag mit seinen Akteuren den deutschen 4:0-Erfolg über Argentinien gesehen. Torhüter Iker Casillas meinte anerkennend: «Die Deutschen haben eine Riesen-Mannschaft. Respekt! Das ist die vielleicht beste Mannschaft der WM.» Paraguays Roque Santa Cruz war nach dem WM-Aus frustriert. «Es ist ein schwerer Schlag, aber wir haben ein gutes Spiel gezeigt, waren gleichwertig und hatten unsere Chancen. Jetzt müssen wir leiden», gestand der Ex-Münchner ein.

Den reizvollen Vergleich mit dem Titelaspiranten nahm das Überraschungsteam mit einer auf sechs Positionen veränderten Elf auf. So fanden sich auch Santa Cruz und Lucas Barrios auf der Bank wieder, während Barrios' Dortmunder Club-Kollege Nelson Valdez von Beginn an dabei war. Wer Paraguay nun total defensiv erwartet hatte, sah sich getäuscht: Der Außenseiter mischte recht munter mit und hatte durch den Wolfsburger Jonathan Santana (1.) auch die erste Chance.

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Die Spanier spielten zwar mit ihrer Stammformation, konnten aber ihr «Tiki-Taca» genanntes Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufziehen. Denn Valdez & Co. hielten taktisch clever mit zwei sich geschickt verschiebenden Vierer-Defensiv-Reihen dagegen und ließen den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. So dauerte es bis zur 29. Minute, ehe Xavi überhaupt den ersten gefährlichen Schuss auf das Gehäuse von Paraguays Schlussmann Justo Villar abgab.

Der Favorit tat sich weiter schwer und alles andere, als den Glanz eines EM-Champions zu verbreiten. Die Südamerikaner blieben bei vereinzelten Kontern stets gefährlich. Santana (34.) verpasste einköpfbereit eine Flanke nur knapp. Und als Valdez nach 41 Minuten eingeschossen hatte, wurde der Treffer von Referee Carlos Batres aus Guatemala nicht anerkannt. Glück für Spanien, denn im Gegensatz zu Oscar Cardozo (griff nicht ein) stand Valdez keineswegs im Abseits.

Auch nach dem Wiederanpfiff bissen sich die enttäuschenden Iberer an den Defensiv-Strategen aus Paraguay die Zähne aus. Coach del Bosque reagierte und brachte in Cesc Fabregas einen spielstarken Mittelfeldmann für den erneut schwachen Stürmer Fernando Torres (56.). Nach gepflegter Langeweile überschlugen sich nun auf einmal die Ereignisse: Als Piqué im Strafraum Cardozo festhielt, hatte der Gefoulte die Top-Chance zur Führung. Anders als im Elfmeterschießen gegen Japan scheiterte Cardozo diesmal jedoch an Casillas (59.).

Im Gegenzug fädelte Villa geschickt bei Antolin Alcaraz ein und holte ebenfalls einen Elfmeter heraus. Xabi Alonso (60.) traf sicher, wurde aber vom Referee zurückgepfiffen, da ein Spanier zu früh in den Strafraum gelaufen sein soll. Xabi Alonsos zweiten Versuch wehrte Villar dann ab (61.). Allerdings hätte es erneut Seinen trafstoß geben müssen, weil Fabregas beim Nachschuss-Versuch von Paraguays Keeper gefoult wurde. Sieben Minuten vor Schluss war es dann einmal mehr Villa, der mit einem Billardtor den Sieg für den Favoriten perfekt machte. Für Paraguays starken Keeper Villar war es nach 6:49 Stunden der erste Gegentreffer. Auf der Gegenseite rettete Casillas gegen den eingewechselten Santa Cruz den knappen Sieg (89.).

dpa

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