Donnerstag, 22. Februar 2007 / 14:36 Uhr
Stuttgart - Armin Veh wird die Euphorie um seine «Himmelsstürmer» langsam unheimlich. «Ich habe ein bisschen Angst, dass wir zu viel gelobt werden. Ich glaube nicht, dass wir diese Erwartungshaltung jede Woche erfüllen können», sagte der Chefcoach des VfB Stuttgart.
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Der Trainer des Tabellen-Zweite muss beim Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC allerdings seine Erfolgself umstellen. Routinier Pavel Pardo (30), einer der Garanten für den VfB-Höhenflug, ist gesperrt. Für den Mexikaner soll Youngster Sami Khedira (19) im defensiven Mittelfeld einspringen. «Ich will so wenig wie möglich ändern», erklärte Veh zu der Ersatz-Variante. Pardos erster Stellvertreter Fernando Meira ist noch verletzt. Zudem bangen die Schwaben um den Einsatz von Antonio da Silva (Muskelreizung). Für ihn stände mit Christian Gentner (21) ein weiterer Jungprofi bereit.
Der Berliner Ashkan Dejagah (r) im Kopfballduell mit Wolfsburgs van der Heyden.
«Wir sind dann schon sehr jung aufgestellt», erklärte Veh und warnte nach vier Siegen nacheinander: «Mir sind die Vorzeichen zu klar.» Die Schwaben haben im eigenen Stadion sieben «Dreier» in Folge gelandet, der letzte Heim-Punktverlust zu Hause datiert vom 5. Spieltag. Hertha dagegen ist mit gerade mal einem Sieg und sieben mageren Pünktchen auf fremden Plätzen das zweitschlechteste Auswärtsteam der Saison nach Schlusslicht Mönchengladbach.
«Der VfB ist in blendender Verfassung und ein Kandidat für die Champions League oder sogar den Titel. Wir werden alles mobilisieren müssen», betonte Hertha-Manager Dieter Hoeneß vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, wo er 1992 Anteil an der letzten deutschen Meisterschaft des VfB hatte. Beim neuen Versuch scheint zumindest die neue Stuttgarter Spieler-Generation auf dem Boden zu bleiben. «Ich habe nicht den Eindruck, dass ich Spieler habe, die ich runter holen muss», sagte Veh.
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Bei Hertha ist der zuletzt mehrfach in die Schlagzeilen geratene Ashkan Dejagah zurück im Profikader und damit wieder eine Alternative für die Partie. Der in Teheran geborene Dejagah war nach dem bekannt gewordenen Wechsel zum VfL Wolfsburg von Hertha in die Regionalliga-Mannschaft versetzt worden. Zudem war der deutsche Junioren-Nationalspieler wegen Fahrerflucht und nicht erfüllter Gerichtsauflagen für zwölf Stunden inhaftiert worden. «Er hat mir versprochen, dass er sich hundertprozentig für Hertha reinhängen wird», sagte Hertha-Coach Falko Götz nach einem Gespräch mit Dejagah.
Hertha ließ Dejagah, der sich bis zum Beginn seines Prozesses regelmäßig bei der Polizei melden muss, nach der zwischenzeitlichen Inhaftierung nicht fallen. «Er hat einen Denkzettel bekommen. Wir haben aber nicht vergessen, dass er sechseinhalb Jahre bei uns war», bemerkte Hoeneß. Sportlich kann die auswärtsschwache Hertha nach den Ausfällen der verletzten Mittelfeldspieler Yildiray Bastürk, Kevin Boateng und Sofia Chahed den 20-jährigen Dejagah für das Ligaspiel und die Pokal-Partie am kommenden Mittwoch beim VfB gut gebrauchen.
dpa
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