Freitag, 23. Februar 2007 / 10:52 Uhr
Hamburg - Nach zwei Siegen gegen Dortmund und Bremen könnte der Hamburger SV mit einem Erfolg gegen Eintracht Frankfurt erstmals seit drei Monaten die Abstiegsränge der Fußball-Bundesliga wieder verlassen.
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«Das ist schon ein besonderes Spiel für uns, weil wir über den Strich kommen können», sagt der Vorstandsvorsitzende des Bundesliga-17., Bernd Hoffmann, vor dem Heimspiel. Gegen die schwächelnden Hessen, die 2007 noch keine drei Punkte am Stück einfuhren und auf Rang 15 abstürzten, können die Hanseaten einen Mitkonkurrenten hinter sich lassen.
HSV-Trainer Huub Stevens will die Hamburger aus dem Tabellen-Keller führen.
Und Trainer Huub Stevens kann den Startrekord von Felix Magath (1995), Rudi Gutendorf (1977) und Martin Wilke (1963) mit drei Erfolgen in vier Partien einstellen. Doch statistische Werte interessieren den Niederländer nicht. «Wir haben noch zwölf Endspiele, davon ist das am Samstag ein ganz wichtiges. Wichtiger als gegen Werder Bremen», betont der 53-Jährige, der sich in Schweigen hüllt beim Thema Taktik oder Aufstellung. So will er keine Auskunft darüber geben, ob der für eine Woche aussortierte Stürmer Danijel Ljuboja den Weg zurück in den Kader gefunden hat.
Als «ganz normal» empfindet der Anhänger von Disziplin und Ordnung, Ljuboja auf dem Trainingsplatz zusammenzustauchen und als «Stehgeiger» zu bezeichnen. «Er war eine Woche nicht bei uns, da konnte er die Übungsformen nicht verstehen», nahm Stevens den Serben später in Schutz. Die Zurechtweisungen sind eine Warnung an die anderen. Stevens zögert keine Sekunde, gestandene Profis zu den Amateuren zu schicken.
Neben längerem und hartem Training legt der Coach auch Wert auf das Miteinander. So guckte sich die Mannschaft gemeinsam den neuen Rocky-Film im Kino an. Stevens hofft darauf, dass sich mancher Profi von der Willenskraft des Sylvester Stallone etwas abschaut. Eine Veränderung im psychologischen Bereich hat der Trainer seit seiner Ankunft in Hamburg schon ausgemacht: «Wir wussten alle, dass da unheimlich viel Qualität ist. Das wusste auch Thomas Doll, aber es musste in die Birne der Spieler rein.»
Keine Erklärung hat die HSV-Führungsriege für die eklatant hohe Rate an Muskelverletzungen. Die Faserrisse bei Nigel de Jong und Collin Benjamin ließen die Zahl der Ausfälle in dieser Spielzeit auf 14 steigen. «Wir sind dabei, uns schlau zu machen», sagt Stevens, der in Sitzungen mit der medizinischen Abteilung die Ursachen erforschen will. Neben der Ernährung wird sogar geprüft, ob die Übungsplätze zu hart sein könnten.
dpa
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Gerhard Delling: Die haben den Blick für die Orte, wo man sich die Seele hängen und baumeln lassen kann.
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