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Der DFB-Pokal behält seine eigenen Gesetze

Berlin - Der Pokal hat seine eigenen Gesetze - seit der Saison 2000/2001 wieder. Am 23. Oktober 1999 kehrte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einem Fehlschlag zu dem Modus zurück, der die Duelle «David gegen Goliath» schon von der ersten Runde an so reizvoll macht.

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«Die Bundesliga hat eingesehen, dass das klassische Pokalsystem das Beste ist», kommentierte DFB-Direktor Willi Hink den Konsens, der Erstrunden-Sensationen wie das 1:0 der «Underdogs» des TSV Vestenbergsgreuth gegen Bayern München (1994/1995) erst wieder möglich machte. «Der Pokal lebt von den Partien der Profis gegen die Amateure», sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß nach der Reform der missglückten Reform. Das nur 1999 praktizierte Verfahren, wonach die 18 Elite- Clubs erst in der 2. oder 3. Runde den Wettbewerb aufnehmen mussten, hatte sich schnell überlebt. Und, so ist aus DFB-Kreisen zu hören: Eine neuerliche Modifizierung ist nicht geplant.

«Ich finde, dass gerade der jetzige Modus den Reiz ausmacht. Ich bin froh, dass es solche Spiele noch gibt», sagte Klaus Allofs, Sportdirektor von Meister und Pokal-Finalist Werder Bremen. «Klein» gegen «Groß» - das ist das Geheimnis der Anziehungskraft des Pokals. Jörg Berger, Trainer von Werder-Gegner Alemannia Aachen: «Man sollte beim Fußball versuchen, nicht so viele Dinge zu verändern.» Man sei ja dabei gewesen, den Pokal etwas abzuwerten. «Jetzt hat er gerade wegen des Modus' wieder einen enormen Stellenwert bekommen», argumentierte Berger pro Status quo.

Auch bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD und ZDF kommt der Pokal in althergebrachter Form gut an. Dieter Gruschwitz, stellvertretender Hauptredaktionsleiter Sport des «Zweiten»: «Wir können mit dem jetzigen Modus leben. Dass die Amateure gegen Erst- und Zweitligisten immer das Heimrecht haben, finde ich toll.» Gruschwitz ging in Berlin noch weiter: «Man sollte überlegen, ob auch die Zweitligisten gegen Bundesligisten immer das Heimrecht bekommen.»

Das Losverfahren ist simpel: In einem «Topf» befinden sich die Lose der 36 Proficlubs, in dem anderen die der Amateure, die jeweils Heimrecht haben. Ausnahmen sind die vier Zweitliga-Aufsteiger, die, abweichend von ihrem Status, dem «Amateurtopf» zugeordnet werden. Für die 1. und 2. Runde gibt es zwei «Töpfe», für Achtel-, Viertel- und Halbfinale werden die Lose nur noch aus einem Topf gezogen.

Die Spiele um den DFB-Pokal 2005 beginnen bereits in knapp drei Monaten. Die erste Hauptrunde ist für den 21. und 22. August terminiert. Teilnehmen werden erneut 64 Mannschaften. Die zweite Hauptrunde und das Achtelfinale werden ebenfalls noch 2004 ausgetragen. Das Viertelfinale ist für den 1./2. März 2005 angesetzt, das Halbfinale für den 19./20. April 2005. Das Endspiel findet am 28. Mai 2005 wie gewohnt im Berliner Olympiastadion statt.

Das Pokalfinale, auch als «deutsches Wembley» bezeichnet, wird bis zum Jahr 2010 im Berliner Olympistadion ausgetragen. Darauf hatten sich bereits im vergangenen Jahr DFB-Präsident Gerhard Mayer- Vorfelder und Berlins Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, geeinigt.

dpa

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