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Westermann vor Wechsel zum HSV

Gelsenkirchen - Knapp fünf Wochen vor Saisonstart bahnt sich der nächste spektakuläre Wechsel in der Fußball- Bundesliga an. Nationalspieler Heiko Westermann vom FC Schalke 04 steht vor seiner Vertragsunterschrift beim Hamburger SV.

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«Die Unterschrift fehlt noch, aber ich gehe davon aus, dass der Vertrag zustande kommt», bestätigte Schalkes Trainer Felix Magath den bevorstehenden Weggang seines Kapitäns. Der HSV wollte den Transfer nicht kommentieren. Die Ablösesumme für Westermann, der noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, soll über sieben Millionen Euro liegen.

Verteidiger

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Heiko Westermann wird wohl die Abwehr des Hamburger SV verstärken.

«Am Sonntagabend hat Heiko mir mitgeteilt, dass er sich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden hat, zum HSV zu wechseln», sagte Magath. Bereits am Montagmorgen gegen 10 Uhr verließ Westermann das Schalker Trainingslager im österreichischen Irdning. Ob er direkt nach Hamburg weiterreiste, blieb unklar. Pikant: Schon am 1. Bundesliga-Spieltag treffen der HSV und Schalke aufeinander.

Westermanns Wechsel zu den Hanseaten wäre nach den Transfers von Michael Ballack (Bayer Leverkusen) oder Christoph Metzelder (Schalke 04) der nächste Transfer-Coup in der Liga. Für Magath, Trainer und Manager in Personalunion beim finanziell angeschlagenen Revier-Club, war es keine einfache Entscheidung.

«Als Trainer wollte ich nicht auf ihn verzichten, aber aufgrund unserer Gesamtsituation habe ich dem Wechsel doch zugestimmt», meinte der Ex-HSV-Spieler, der dadurch weiteren finanziellen Spielraum für Neuverpflichtungen bekäme.

Westermann, der die Weltmeisterschaft wegen eines Kahnbeinbruchs verpasst hatte, ist nach Kevin Kuranyi (Dynamo Moskau) und Marcelo Bordon (Al-Rayyan Sport-Club) ein weiterer Leistungsträger, der Schalke trotz des Erreichens der Champions League den Rücken kehrt. Gab es bei Kuranyi vor allem finanzielle Gründe, sahen die Innenverteidiger Bordon und Westermann offenbar keine sportliche Perspektive mehr. «Ich konnte ihm keinen Stammplatz versprechen», sagte Magath über Westermann.

Der 26 Jahre alte Nationalspieler habe auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung spielen wollen. Doch seit der Verpflichtung von Metzelder sind die Plätze in der Abwehrzentrale an den Ex-Dortmunder und an Benedikt Höwedes vergeben. Westermann, 2007 von Arminia Bielefeld gekommen, wäre erneut nur die Rolle des in der Defensive flexibel einsetzbaren «Jokers» geblieben.

In Hamburg hingegen suchen sie dringend einen Innenverteidiger, der neben Vize-Weltmeister Joris Mathijsen spielen soll. Der tschechische Abwehrspieler David Rozehnal konnte die Erwartungen bislang nicht erfüllen. Erfolglos blieben auch die HSV-Bemühungen um Serdar Tasci (VfB Stuttgart). Arne Friedrich, an dem der HSV ebenfalls Interesse hatte, entschied sich für den VfL Wolfsburg.

Finanziert werden könnte Westermann über das neue Investoren- Modell der Hanseaten. Der Hamburger Unternehmer Klaus-Michael Kühne stellt dem HSV 15 Millionen Euro für Transfers zur Verfügung und ist dafür unter anderem an etwaigen Spieler-Verkäufen beteiligt. Zudem kassierte der HSV zuletzt 12,5 Millionen Euro für den Wechsel Jerome Boatengs zu Manchester City.

dpa

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