Donnerstag, 1. März 2007 / 17:21 Uhr
San Franciso - Die Wiedergeburt einer professionellen Frauenfußball-Liga in den USA ist perfekt. Mit der Unterstützung der amerikanischen Major League Soccer (MLS) der Männer wird die neue Liga ihren Spielbetrieb im April 2008 mit zunächst sechs Mannschaften aufnehmen.
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Geplant sind 20 Spieltage von April bis August, hinzu kommen Playoff-Spiele. Das kündigte Tonya Antonucci, Managerin der «Women's Soccer Initiative», in San Francisco an. «Wir wussten, dass wir die Chance zum Neustart bekommen würden», sagte sie. Die Managerin hofft, dass 2009 zwei weitere Teams in die neue Liga integriert werden können.
Birgit Prinz holte 2003 mit Carolina Courage den US-Meistertitel.
Fünf Teams aus Los Angeles, Dallas, St. Louis, Chicago und Washington stehen bereits fest, eine weitere Mannschaft aus einer noch nicht benannten Stadt soll hinzukommen. Die finanziellen Zusagen aller Investoren, die nach dem Franchise-Modell als Lizenzinhaber fungieren, liegen laut Antonucci bereits vor. Im Vorfeld ging es vor allem darum, die Kosten möglichst gering zu halten. Der Aufwand für jedes Team soll zwischen 1,2 und 1,9 Millionen Euro pro Jahr betragen.
In Amerika ist es der zweite Versuch, eine Frauen-Profiliga zu installieren. 2003 mussten die 2001 von der Women's United Soccer Association (WUSA) gegründete Vorgänger-Liga nach drei Spielzeiten ihren Betrieb aus finanziellen Gründen wieder einstellen - pikanterweise kurz vor der Fußball-WM im eigenen Land. «Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und alle Fehler analysiert, die zum Zusammenbruch der WUSA führten», sagte Antolucci.
Seinerzeit waren auch zahlreiche deutsche Spielerinnen in die USA gewechselt. Unter anderen waren die früheren Nationalspielerinnen Doris Fitschen, Maren Meinert, Bettina Wiegmann sowie Birgit Prinz, Steffi Jones, Sandra Minnert und Conny Pohlers dort vorübergehend aktiv. Mit großem Erfolg: Prinz gewann 2002 mit Carolina Courage den Titel. Ein Jahr später gewannen Jones, Minnert und Jennifer Meier mit Washington die Meisterschaft. Meinert wurde 2003 zur wertvollsten Spielerin der WUSA gewählt.
dpa
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