Dienstag, 27. Juli 2010 / 17:40 Uhr
Barcelona - Spaniens Fußballmeister FC Barcelona steckt tiefer in den roten Zahlen als bislang bekannt. Eine Buchprüfung habe ergeben, dass sich die Nettoschulden auf rund 442 Millionen Euro belaufen, teilte der für Finanzen zuständige Vizepräsident Javier Faus mit.
anzeige
Die vorige Vereinsführung unter Präsident Joan Laporta hatte für die abgelaufene Saison einen Nettogewinn von 11,1 Millionen Euro in der Bilanz ausgewiesen. In Wirklichkeit habe es jedoch einen Verlust von 77,1 Millionen Euro gegeben.
Die Zahlen der Vereinsspitze unter Laporta «spiegeln nicht das tatsächliche Bild des Clubs wider», sagte Faus. Er schloss aber aus, dass die Bilanz geschönt wurde und vermied auch jede Kritik an den Vorgängern. Fest stehe aber, dass Barça die höchsten Schulden seiner Geschichte aufweise. Der Bruttofehlbetrag liege bei 552 Millionen Euro. Dennoch will der Club Medienberichten zufolge bis zu 45 Millionen Euro für Nationalspieler Cesc Fábregas von Arsenal London ausgeben.
Erst vor zwei Wochen hatte Faus eingeräumt, dass der Club von Weltfußballer Lionel Messi wirtschaftlich angeschlagen sei. «Die Situation ist weitaus ernster, als wir uns das vorgestellt hatten», sagte er. Der FC Barcelona hatte im Mai für 40 Millionen Euro Nationalstürmer David Villa vom FC Valencia geholt. Dafür wurden Touré Yayá an Manchester City (24 Millionen Euro) und Dmitri Tschigrinski an Schachtjor Donezk (15 Millionen Euro) verkauft. Luft verschaffte sich Barça auch mit einem 155 Millionen Euro schweren Kredit.
Unter Laporta hatte der Club in der vorigen Saison rund 100 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Fast 70 Millionen Euro verschlang die Verpflichtung des Schweden Zlatan Ibrahimovic, der bislang nicht glänzen konnte. Laporta, dessen Amtszeit Ende Juni abgelaufen war, ist inzwischen in die Politik gegangen. Als Kandidat bei den Regionalwahlen tritt er für die Unabhängigkeit Kataloniens ein. Sein Nachfolger bei Barça wurde der Unternehmer Sandro Rosell.
dpa
12 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
1. ddpp schrieb am 27.07.2010 um 17:43:41:
da haben sie sich aber ganz schön verschätzt
2. Oleg schrieb am 27.07.2010 um 19:21:13:
Mit 442 Mio Euro verschuldet und trotzdem wollen/dürfen sie sich noch nen neuen Spieler für 45 Mio Euro holen .. sowas würde es in Deutschland nicht geben. Ich kann doch keine Spieler Finanzieren , wenn ich schon so hoch verschuldet bin.
3. Tolga schrieb am 27.07.2010 um 20:49:31:
das ist halt Barcelona die dürfen im Fußball alles.Hast du einen großen namen und gute Spieler in der Fußballwelt kannst du machen was du willst.Heutzutage ist das halt so .Kann man nichts machen.
4. Tolga schrieb am 27.07.2010 um 20:50:09:
das ist halt Barcelona die dürfen im Fußball alles.Hast du einen großen namen und gute Spieler in der Fußballwelt kannst du machen was du willst.Heutzutage ist das halt so .Kann man nichts machen.
5. Feldmann schrieb am 28.07.2010 um 00:55:41:
Da hatte man doch erst in den letzten Tagen RCD Mallorca wegen Überschuldung aus der Euro-League verbannt... Hier scheint es für Barca im gleichen Land andere Regeln zu geben! Diesem Verschuldungswahnsinn muss ein Ende gemacht werden! Eine Investition von 45 Mio EUR ist nur dann zu rechtfertigen, wenn der dagegen stehende Ertrag in einer überschaubaren Zeit darüber liegt. Daran hält sich kaum ein spanischer oder italienischer Verein. Es wird ein Haufen Geld ausgegeben und dabei handelt es sich lediglich um Prestige. Lasst diese Welle, die äußerst ungesund ist, nicht auf Deutschland überschwappen!!!!!
6. Andreas schrieb am 28.07.2010 um 01:32:38:
Das alles ist ja völlig Lächerlich! Die Milliarden, die Mafia-Clubs wie Real oder Barca in den roten Zahlen stehen, tuen überhaupt nichts zur Sache. Da werden Milliarden aus undurchsichtigen Quellen in solche Vereine gepumpt. Diese Vereine werden nicht nach kaufmännischen Gesichtspunkten geführt. Da wird Geld gewaschen und da können sich Mafia-Bonzen Namen kaufen. Diese Mafiosis besitzen übrigens auch die FIFA und andere Sportkonzerne. Somit hat diese Scheiße niemals ein Ende. Die können sich dann eben solche schwulen Muttersöhnchen aufkaufen, wie C. Ronaldo, der natürlich jetzt schon ein Mentales Wrack ist. Man kann ja auch nicht einen Menschen mehr Milliarden in den **** blasen, wie sein **** groß ist.
7. Phili the KING schrieb am 28.07.2010 um 12:57:42:
Andreas, du guggst zu viel TV. Wenn da Milliarden aus undurchsichtigen Quellen kommen würde das sicher überprüft werden. Du denkst viel zu pessimistisch und dadrin liegt das Problem. Sicher wie du bin ich der gleichen Meinung das der Club Barca überschuldet ist... Der Club wird höhstens noch 5 Jahre überleben dann werden die gläubiger den Geldhahn zudrehen und sicherlich auch Geld zurück fordern
8. StinkePunk schrieb am 28.07.2010 um 14:02:08:
Das geht so lange gut, wie der sportliche Erfolg da ist. Aber mal ein zwei unglückliche Jahre ohne Titel und schon machen sich die Schulden bemerkbar, Geld für notwendige Neuverpflichtungen fehlt und ein Teufelskreis beginnt. Ich würde drauf wetten, dass in den nächsten 5-10 Jahren irgendeiner dieser hoch verschuldeten Top-Clubs (denn das ist ja nicht nur Barca) Flöten geht.
9. benni schrieb am 28.07.2010 um 14:40:47:
und dann geht kein weg mehr an deutschland und der bundesliga vorbei dann können wir die champions leugue in deutschland ausspielen den die bundesliga wird immer besser --> die ersten top trainfairs kommen siehe RAUL oder BALLACK okay nicht die jüngsten aber "kleine" vereine in europa die aus deutschland kommen holen sehr schnell auf und wenn die erst mal die erfahrung und einen stellenwert wie bayern was tranfairs angeht dann kommen auch mehr stars zu uns die zusammen mit unseren jungen talenten dann die bundesliga an die europäische spitze bringen
10. Andreas schrieb am 28.07.2010 um 15:53:40:
Also nochmal: Wer glaubt, dass Vereine wie Barca oder Real irgendwann pleite gehen oder verschwinden, der tut mir leid. Da stecken ganz andere Leute dahinter. Die kaufen seit den Sechzigern die Elite-Spieler auf und das wird immer so bleiben. Diese Clubs sind Spielzeuge von Multimilliardären! Denen ist es völlig gleichgültig, ob sie einen siebenstelligen schwarzen oder roten Betrag am Geschäftsjahresende haben! Und weder die UEFA, noch die FIFA werden Regelungen einführen, die diese Markenzeichen des Weltfußballs gefährden.
11. Ronninho schrieb am 28.07.2010 um 18:23:00:
Andreas du erzählst ein quatsch ey! Guck lieber weiter Der Pate
12. StinkePunk schrieb am 29.07.2010 um 07:54:17:
Das geht so lange gut, wie der sportliche Erfolg da ist. Aber mal ein zwei unglückliche Jahre ohne Titel und schon machen sich die Schulden bemerkbar, Geld für notwendige Neuverpflichtungen fehlt und ein Teufelskreis beginnt. Ich würde drauf wetten, dass in den nächsten 5-10 Jahren irgendeiner dieser hoch verschuldeten Top-Clubs (denn das ist ja nicht nur Barca) Flöten geht.
Kommentar schreiben