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Profifußballer dürfen im Ramadan Fasten brechen

Frankfurt/Main - Muslimische Profifußballer dürfen im Ramadan das Fasten unterbrechen. Darauf einigten sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), die Deutsche Fußball Liga (DFL), der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der FSV Frankfurt nach einem Treffen.

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Ausgelöst hatte die Debatte der Zweitligist: Die Spieler Soumaila Coulibaly, Pa Saikou Kujabi und Oualid Mokhtari hatten im Oktober vergangenen Jahres eine Abmahnung erhalten, weil die gläubigen Muslime während des Ramadan gefastet hatten.

Muslim

Foto: dpa Bild vergrößern

Mesut Özil ist vor einem Spiel ins Gebet vertieft.

Die Frankfurter hatte extra einen Passus in die Verträge einfügen lassen, wonach dies ohne ausdrückliche Genehmigung des Vereins nicht erlaubt ist. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und die Dachverbände DFL und DFB auf den Plan gerufen. «Den Vereinen, wie auch den Spielern ist damit sowohl im arbeitsrechtlichen wie im theologisch rechtlichen Sinne Rechtssicherheit verschafft worden», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seiffert nun laut einer Presseerklärung der Fußball-Dachverbände, des ZMD und des FSV.

Das Ergebnis sollen den Bundesliga-Clubs in einer mehrsprachigen Handreiche zugehen. Der ZMD hatte Vertrauensgespräche mit den Fußball-Spielern und -Funktionären angeboten und zudem ein theologisches Gutachten eingeholt. Die Expertise erlaube den muslimischen Profifußballern nun ohne falsche Schuldgefühle sowohl ihren Beruf, wie auch ihren religiösen Pflichten nachzugehen.

«Der muslimische Profi kann die Fastentage in der spielfreien Zeit nachholen und erweist somit Gott und dem heiligen Monat Ramadan weiterhin die Ehre und den Respekt», sagte Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime. «Da der Profifußball- Beruf der existenziellen Absicherung der Familie dient, gelten hier für den Muslim wie bei anderen Berufen, wo körperliche Schwerstarbeit verlangt wird, Erleichterungen und Ausnahmeregelungen.»

«Wir begrüßen sehr, dass nun eine Regelung gefunden wurde, welche gestattet, dass Spieler professionell ihrer hochleistungssportlichen Arbeit nachgehen können und dabei vollumfänglich ihren Glauben leben dürfen», sagte FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig.

dpa

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