Dienstag, 30. November 2004 / 12:58 Uhr
Berlin - Kapitän Arne Friedrich bleibt an Bord und soll den Hertha-Dampfer wieder in internationale Gewässer steuern. Mit der frühzeitigen Vertragsverlängerung des Nationalspielers will der Berliner Fußball-Bundesligist seine ehrgeizigen Ambitionen untermauern.
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Der Abwehrspieler, an dem unter anderem auch Rekordmeister Bayern München interessiert gewesen sein soll, bleibt bis mindestens 2007 in der Hauptstadt. Der neue Kontrakt des 25-Jährigen enthält noch zwei Verlängerungsoptionen. Sollten sich die Berliner in der Saison 2006/2007 für den UEFA-Cup qualifizieren, bleibt der Abwehrspieler für ein weiteres Jahr. Gelänge dann der Sprung in die Champions League, wäre Friedrich sogar bis 2009 an Hertha gebunden.
Der Berliner Arne Friedrich jubelt nach seinem Tor zum 0:1 für Hertha BSC.
Ausschlaggebend für seine Zusage sei allein die sportliche Situation gewesen, sagte Friedrich. «Ich habe hier eine sehr gute Plattform, um mich weiter für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass hier etwas wächst», ergänzte der 2002 aus Bielefeld zu Hertha gekommene Profi, der nach überstandener Verletzung voraussichtlich daheim gegen Borussia Mönchengladbach sein Comeback feiern kann.
Die Verhandlungen hatten sich insgesamt über drei Monate hingezogen. «Ich bin froh, dass ich das aus dem Kopf habe. Das hat mich schon belastet», gestand Friedrich , nachdem er auf der Mitgliederversammlung des Clubs noch nichts verraten hatte. Hoeneß hatte sich die Verkündung des Coups bis zum Schluss seines Rechenschaftsberichtes aufgehoben, wollte den fast 1000 Zuhörern aber noch keine Details nennen. «Ich freue mich von ganzem Herzen. Das ist ein Erfolg und eine Bestätigung für Hertha BSC», sagte er. Über die restlichen acht auslaufenden Verträge will Hoeneß erst im neuen Jahr sprechen.
Am Ziel für die aktuelle Spielzeit ändere sich nichts, um die jungen Spieler nicht zu sehr unter Druck zu setzten, erklärte Hoeneß, fügte aber an: «Wir wissen, dass wir für das kommende Jahr neue, höhere Ziele formulieren müssen.» Ob Hertha noch im Winter auf dem Transfermarkt aktiv wird, ließ Hoeneß offen. Eine Verpflichtung des in Lyon spielenden, zwei Mal operierten Giovane Elber schloss er indes aus. Finanzielle Abenteuer werde sich der Club nicht leisten.
Kann er auch nicht: Die Schulden stiegen von 16,81 auf 18,95 Millionen Euro, der Umsatz ging in der Vorsaison um fast zehn Millionen auf 59,5 Millionen Euro zurück. Das schwache sportliche Abschneiden brachte laut Geschäftsführer Ingo Schiller allein vier Millionen Euro weniger Fernsehgelder. Andererseits sei der gesamte Kader nach Abschreibungen nur noch mit 5,5 Millionen Euro bewertet und stelle damit ebenso eine Sicherheit dar wie das Vereinszentrum, in das Hertha zehn Millionen Euro investiert habe.
dpa
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