Dienstag, 30. November 2004 / 14:47 Uhr
Gelsenkirchen - Rotation in Rotterdam: Weil sich der FC Schalke 04 bereits vor dem abschließenden Spiel der Gruppenphase bei Feyenoord Rotterdam für die K.o.-Runde im UEFA-Pokal qualifiziert hatte, gönnt Ralf Rangnick einigen angeschlagenen Profis die dringende Verschnaufpause.
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Lediglich 16 Profis bestiegen den Bus Richtung Niederlande. «Es macht keinen Sinn, einige Spieler schon wieder in die nächste Partie zu jagen», sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten, der vier Tage vor dem Prestige trächtigen Revierderby bei Borussia Dortmund kein Risiko eingeht.
Schalke-Trainer Ralf Rangnick weist seine Spieler an.
29 Pflichtspiele seit Mitte Juli im UI-Cup, Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup haben im Knappen-Kader deutliche Spuren hinterlassen. Abwehrchef Marcelo Bordon quälte sich trotz großer Schmerzen bereits beim 2:1 gegen Arminia Bielefeld über 90 Minuten und gehört wie der brasilianische Spielmacher Lincoln (Rückenbeschwerden) daher nicht zur Europacup-Reisegruppe. Kurzfristig passen musste auch Jörg Böhme wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung. Dabei hatte sich der Edel- Reservist wegen der zahlreichen Ausfälle berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz im Stadion «De Kuip» gemacht.
«Es gab schon gegen Bielefeld einige, die grenzwertig waren, weil sie trotz erheblicher Probleme gespielt haben», betonte Rangnick vor der Partie gegen den UEFA-Cup-Sieger von 2002. Rotterdam wurde damals noch vom heutigen BVB-Coach Bert van Marwijk trainiert. Doch seit diesem Sommer ist Ruud Gullit für den derzeitigen Vierten der Ehrendivision verantwortlich, in dessen Reihen auch der Ex- Herthaner Bart Goor steht.
Gerald Asamoah und Stürmer Ebbe Sand sind zwar mitgefahren, aber erste Kandidaten für einen Platz auf der Reservebank. Asamoah, der zusätzliche Belastungen durch Länderspiele verkraften musste, tut eine Pause ebenso gut wie dem 32 Jahre alte Dänen. Sand war zwischenzeitlich einige Wochen wegen einer Hirnhautentzündung außer Gefecht und meinte: «In meinem Alter erholt man sich nicht mehr so schnell.» Ohnehin daheim blieben die verletzten Gustavo Varela, Thomas Kläsener und Fabian Lamotte. Dario Rodriguez hat zwar wieder trainiert, kommt aber ebenfalls noch nicht in Frage. Dafür kehrte Niels Oude Kamphuis nach zweiwöchiger Pause wieder im Kader zurück. Aber auch er wird nicht von Beginn an spielen.
«Es ist besser, mit frischen und ausgeruhten Spielern anzutreten», sagte Rangnick, der auf den Ehrgeiz der «Alternativen» wie Tomasz Waldoch, Michael Delura, Mike Hanke oder Jungprofi Kai Hesse setzt. Sie können nun ihren Ambitionen mit guten Leistungen Nachdruck verleihen und sich für weitere Aufgaben empfehlen. Darüber hinaus geht es darum, die Spitzenposition in der Gruppe A zu behalten, weil dann bei der Auslosung am 17. Dezember in Nyon für die Runde der letzten 32 Teams im Europacup womöglich ein leichterer Gegner winkt. Dennoch versicherte Rangnick: «Wir fahren nicht nach Rotterdam, um uns den Hafen anzuschauen. Wir wollen die Elf aufbieten, die den größtmöglichen Erfolg verspricht.»
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Feyenoord Rotterdam: Lodewijks - Gyan, Saidi, Paauwe, Mtiliga - Castelen, Ghaly, Bosschaart, Goor - Buffel, Kuyt
FC Schalke 04: Rost - Altintop, Waldoch, Krstajic, Pander - Poulsen, Vermant, Kobiaschwili - Delura, Hanke, Ailton
dpa
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