Dienstag, 13. März 2007 / 17:48 Uhr
Bremen - So groß war die Personalnot bei Werder Bremen in dieser Saison noch nie. Fünf Profis fehlen beim UEFA-Cup-Rückspiel gegen Celta Vigo auf jeden Fall, drei weitere drohen auszufallen.
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So könnte die vermeintliche Pflichtaufgabe für den Fußball-Bundesligisten trotz des 1:0-Hinspielsieges doch noch zur Zitterpartie werden. Das größte Rätsel gibt Nationalstürmer Miroslav Klose auf, der beim Abschlusstraining fehlte und zur Behandlung beim Physiotherapeuten Klaus Eder nach Donaustauf reiste. «Die Situation ist so, dass noch keine Besserung eingetreten ist», sagte Trainer Thomas Schaaf.
Niemand in Bremen weiß so recht, was derzeit mit Miroslav Klose los ist.
Die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Klose sank damit deutlich. «Wir müssen abwarten, ob eine Chance besteht und er dabei ist», sagte Schaaf. Kloses letzter Kommentar vom Vortag lautete: «Mir und meinem Rücken geht es besser, ich möchte aber keine Prognose abgeben, ob ich dabei bin.»
In Hugo Almeida und Daniel Jensen hat Schaaf zwei weitere Wackelkandidaten, die zuletzt angeschlagen waren, aber beim Abschlusstraining zumindest vorsichtig mitmachten. «Wenn das Spiel heute wäre, ginge es nicht», sagte Jensen. Almeida meinte: «Es sieht ganz gut aus.» Eine Entscheidung, wer tatsächlich spielen kann, fällt möglicherweise erst nach einem letzten Test vor dem Spiel.
Trainer Schaaf versuchte, trotz der langen Liste von Ausfällen Gelassenheit zu demonstrieren. «Machen Sie sich keine Gedanken, elf Mann werden wir gegen Vigo schon zusammen bekommen», sagte der Coach. Ohne Ivan Klasnic, Frank Baumann und Tim Borowski muss er schon länger auskommen, die im Winter verpflichteten Peter Niemeyer und Markus Rosenberg dürfen im UEFA-Cup nicht eingesetzt werden.
Selbst wenn Klose wie erhofft auflaufen kann, bleibt er ein Problemfall. «Sicher macht er uns große Sorgen», sagte Clubchef Jürgen L. Born. Der Bundesliga-Torjäger trifft einfach nicht mehr, seit dem Spiel bei Bayer Leverkusen Ende Januar blieb er ohne zählbaren Erfolg und ließ nur ganz selten bei einigen Pässen seine Klasse aufblitzen. «Er ist natürlich ganz wichtig für uns, seine Tore fehlen uns», sagte Born.
«Es gibt keine schlüssige Erklärung», sagte Manager Klaus Allofs. «Wenn man überhaupt Gründe anführen könnte, dann ist es, dass er wirklich im Moment körperlich nicht 100-prozentig fit ist.» Eine Virusinfektion schwächte Klose, dazu kamen nach Allofs' Angaben «kleinere Verletzungen». Zuletzt fiel der Torjäger beim Spitzenspiel bei Bayern München wegen der Rückenverletzung aus, die er sich bereits vor zehn Tagen beim Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum zugezogen hatte, als er gegen den Pfosten geprallt war.
dpa
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