Sonntag, 29. August 2010 / 16:19 Uhr
Leipzig - «Tag der offenen Tore»: Die Fußball-Drittligisten haben sich am 6. Spieltag mit 39 Treffern offensivfreudig wie selten präsentiert. Allein neun Tore fielen in der Partie FC Hansa Rostock gegen SpVgg Unterhaching (7:2).
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Auch Tabellenführer Kickers Offenbach bot bei Zweitliga-Absteiger Rot Weiss Ahlen (3:3) ein Offensivspektakel, musste aber erstmals Zähler liegen lassen. Mit 16 Punkten bleiben die Hessen aber die Nummer eins.
Der FC Hansa stürmte dank des fünften Saisonsiegs auf Rang zwei und ist Offenbach dicht auf den Fersen. «Ich genieße einfach den Tag und freu mich riesig», meinte Hansa-Torschütze Björn Ziegenbein. Grund zum Jubeln gab es auch beim SV Wehen Wiesbaden. Das Team von Coach Gino Lettieri besiegte im einzigen Sonntagsspiel den FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 (0:0) und liegt nun auf Position drei.
Unterhaching hingegen rutschte nach der Pleite in Rostock auf den 18. Rang ab. «Man muss präsent auftreten, Zweikämpfe gewinnen und sich behaupten, sonst verliert man», kritisierte Coach Klaus Augenthaler. Und auch Burghausens Trainer Mario Basler verbuchte keinen Erfolg: Wacker verlor gegen den VfR Aalen (0:1) und übernahm die «Rote Laterne».
Offenbachs Trainer Wolfgang Wolf haderte nach dem ersten Punktverlust mit seinem Team. «Meine Jungs haben gedacht, sie könnten im Vorbeigehen gewinnen. Wir haben 90 Minuten lang keine Bindung zum Spiel gefunden», kritisierte er. Sein Kontrahent Arie van Lent trauerte den vergebenen Möglichkeiten nach: «Offenbach hat aus drei Chancen drei Tore gemacht. Wir dagegen haben viele liegen lassen.»
Eine Woche nach der Niederlage gegen Offenbach konnte der SSV Jahn Regensburg erneut keine Zähler einfahren. Die Bayern unterlagen gegen Eintracht Braunschweig mit 0:3. Knackpunkt der Partie waren zwei Platverweise im Minutentakt. Regensburgs Co-Trainer Wolfgang Beller, der den erkrankten Markus Weinzierl vertrat, musste in der zweiten Hälfte nur mit acht Feldspielern auskommen, nachdem Florian Hörnig (44./Handspiel) und Mersad Selimbegovic (45./Tätlichkeit) Rot gesehen hatten. «Es war wie ein schlechter Traum. Nach den Roten Karten war es für uns gelaufen. Wir konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben», meinte Beller.
Trotz Aufholjagd verlor der FC Bayern München II gegen den 1. FC Heidenheim 2:3. Kaum Anlass zu Kritik gab es beim SV Sandhausen. Die Baden-Württemberger besiegten die SG Dynamo Dresden mit 4:1 und verschafften ihrem in die Kritik geratenen Coach Frank Leicht wieder etwas Luft. «Wer so viele Chancen liegen lässt, geht verdient als Verlierer vom Platz», resümierte Dynamo-Trainer Matthias Maucksch.
dpa
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
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