Fussball1. Bundesliga → Meldung

Cissé freut sich auf Yano: «Ich liebe Konkurrenz»

Nürnberg - Kisho Yano war gar nicht dabei, aber irgendwie spielte der Japaner doch mit beim SC Freiburg. Papiss Cissé reagierte jedenfalls umgehend auf den Blitztransfer des neuen Sturmrivalen aus Fernost.

anzeige

Mit einem Doppelpack zum 2:1 (1:1) beim 1. FC Nürnberg sorgte der Fußball-Nationalspieler aus dem Senegal für Erleichterung beim Sportclub eine Woche nach der 1:3-Heimpleite gegen den FC St. Pauli. «Klar freue ich mich, dass ich die zwei Tore gemacht habe», sagte der glückliche Torschütze, nachdem er dem «Club» die Saison- Heimpremiere gründlich verdorben hatte.

Torjäger

Foto: dpa Bild vergrößern

Freiburgs Papiss Cissé (l) im Zweikampf mit Andreas Wolf.

Als die ersten Freiburger Spieler schon im Mannschaftsbus saßen, gab Cissé immer noch auf Französisch Interviews. Der 25-Jährige freut sich, dass seine Rolle als Alleinunterhalter im SC-Sturm bald zu Ende sein wird. «Ist doch Klasse, wenn ein Neuer kommt», meinte er zu dem kürzlich verpflichteten Yano, «das ist Motivation und Herausforderung für mich. Ich liebe Konkurrenz».

Mit seinem Elfmetertor in der 40. Minute leitete Cissé die Wende ein, nachdem der bis dahin dominierende «Club» durch Julian Schieber in Führung gegangen war. Per Kopf bescherte der dunkelhäutige Angreifer seinem Team in der 52. Minute die ersten drei Punkte in der noch jungen Saison. «Papiss hat im athletischen Bereich deutlich zugelegt», sagte Trainer Robin Dutt, «früher war er schnell müde und dann unkonzentriert, heute will er gar nicht mehr runter vom Platz».

Dutt freute sich auch darüber, dass seine Mannschaft körperlich zugelegt und im Gegensatz zum St.-Pauli-Spiel gezeigt habe, «dass man eine Führung auch halten kann». Nach dem «glücklichen, aber verdient erkämpften Sieg» gegen einen anfangs «haushoch überlegenen» Gegner sei aber nicht alles «Friede, Freude, Eierkuchen», warnte Dutt: «In der Länderspielpause müssen wir hart arbeiten. Wir müssen uns spielerisch noch steigern.»

Der «Club» hätte in der Tabelle so gerne vor dem FC Bayern gestanden, doch auf diesen Moment müssen der FCN und seine Fans wohl noch lange warten. «Das war eine unnötige Niederlage», stellte Coach Dieter Hecking enttäuscht fest, «Besser als in den ersten 40 Minuten können wir nicht spielen. Wir hatten den Gegner am Boden», meinte Hecking, doch so richtig dominant war der Altmeister eigentlich nicht. Die Aktionen waren nicht gewollt und durchdacht, sondern mehr zufällig und verkrampft. So konnte sich Freiburgs Abwehr nach anfänglichen Problemen gut auf Nürnbergs Aufholjagd einstellen, die am Ende nur noch Verzweiflung war.

Nürnbergs Heimpremiere ging auch deshalb daneben, weil Kapitän Andreas Wolf im Laufduell mit dem eingewechselten Stefan Reisinger zu langsam war und den Ex-Fürther im Strafraum von den Beinen holte. «Mit dem Elfmeter kippt das Ganze. Danach war die Dominanz weg», jammerte Hecking. Torwart Raphael Schäfer sprach von einer schmerzhaften Niederlage, «vor allem auch deshalb, weil einige Konkurrenten schon reichlich Punkte geholt haben. Aber ich habe noch kein ohnmächtiges Gefühl».

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.