Sonntag, 29. August 2010 / 12:24 Uhr
Kaiserslautern - Srdjan Lakic ballert mit den Top-Stars Edin Dzeko und Ruud van Nistelrooy um die Wette, und Ivo Ilicevic verzückte sogar Bayern-Coach Louis van Gaal.
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Beim überraschenden 2:0 gegen den Rekordmeister aus München war das teuflisch gute Sturmduo des 1. FC Kaiserslautern wie schon zum Auftakt in Köln der Sieggarant für den frechen Aufsteiger aus der Pfalz. Lohn war ein Lob aus berufenem Munde. «Unsere Stürmer haben einen Riesen-Job gemacht», erklärte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz stolz.
«Das 1:0 war ein wunderbares Tor», lobte selbst van Gaal den Schützen Ilicevic. «Ich habe nicht viel nachgedacht, einfach draufgehalten, den Ball perfekt getroffen und dann war er halt drin», schilderte der 23-Jährige seinen Sonntagsschuss. Wie prächtig das Offensivduo harmoniert, wurde beim 2:0 deutlich. Ilicevic legte auf, Lakic vollendete eiskalt.
Alle fünf bisherigen Saisontreffer der «Roten Teufel» gehen auf das Konto von Lakic (3) und Ilicevic (2), der wegen seiner Gelb-Roten Karte beim brisanten Derby in Mainz fehlen wird. «Ich will in jedem Spiel ein Tor schießen. Heute ist es mir wieder gelungen, das freut mich natürlich», meinte Lakic.
Der Kroate ist auf dem besten Weg, seine zweite Chance in der Fußball-Bundesliga zu nutzen, nachdem er sich bei Hertha BSC (2006- 2008) nicht durchsetzen konnte und in zwölf Partien ohne Torerfolg blieb. «Ich bin gut in Form und werde versuchen, weiter zu treffen», sagte der 26-Jährige.
Kuntz, einst selbst Torjäger auf dem Betzenberg, vernahm dies mit Freude. «Wir wussten ja, was wir an ihm haben. Er ist halt leider fast ein Jahr verletzt ausgefallen. Wir haben in dieser Zeit immer zu ihm gehalten, daher weiß er, was er an uns hat. Irgendwann ist dann halt Zahltag. Heute war einer», erklärte der FCK-Boss.
Als Star der Mannschaft sieht sich Lakic nicht. «Ich profitiere viel von meinen Nebenleuten. Alle Spieler haben alles gegeben. Nur deshalb haben wir gewonnen. Dieser Sieg wird uns noch mehr Selbstvertrauen für die Zukunft geben», sagte Lakic. Als Kind spielte der neue FCK-Knipser übrigens Wasserball. Nur weil er zu oft krank wurde, schickte ihn seine Mutter zum Fußball.
Wie das treffsichere Sturmduo genoss auch Abwehrspieler Martin Amedick den Blick auf die Tabelle. «Das schaut man sich schon gerne an. Die Saison ist natürlich noch lang, aber wir freuen uns über die momentane Situation», sagte der Blondschopf. Kuntz erinnerte in der Stunde des Erfolges an den schwierigen Neubeginn in der 2. Liga. «Vor zwei Jahren waren die Bayern hier zum Benefizspiel, jetzt spielen sie hier um Punkte. Das ist der helle Wahnsinn. Der Sieg ist eine Belohnung für alle Leute, die zu dieser Entwicklung etwas beigetragen haben.»
dpa
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