Freitag, 16. März 2007 / 12:03 Uhr
Donezk - In ungewohnter Rolle als Torjäger hat Schlussmann Andrés Palop Titelverteidiger FC Sevilla im UEFA-Cup-Achtelfinale bei Schachtjor Donezk vor dem Aus bewahrt.
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«Ich sah, dass ich alleine stand und dachte, das muss ein Tor werden!», beschrieb Palop seinen Kopfball-Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit. Das Tor führte zum 2:2 und damit in die Verlängerung. Am Ende stand es 3:2 für die Spanier, die nach dem 2:2 im Hinspiel die nächste Runde erreichten.
Ausgelassen wird Sevillas Torhüter Andres Palop (M) gefeiert.
Nach einem Eckball von Daniel Alves stand der Keeper im Strafraum der Ukrainer völlig frei und hielt den Kopf hin. «Da war Gott mit im Spiel», sagte der überglückliche Palop. Der 33-Jährige widmete das Tor einem seiner zwei kleinen Söhne, der eine Woche mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus gelegen hatte. Er sei so gesprungen, wie er es bei den Stürmern im Training gesehen hatte, ergänzte Palop, der bei seinem früheren Verein FC Valencia stets im Schatten von Santiago Cañizares stand.
Aufatmen konnte auch Trainer Juande Ramos, denn seine Mannschaft hatte in der regulären Spielzeit zahlreiche Chancen vergeben. «Wir hätten die Partie viel früher entscheiden können. Erst Palops Treffer hat uns Glück gebracht.» Der Uruguayer Ernesto Chevantón (105.+1 Minute) erzielte in dem Fußball-Krimi Sevillas Siegtreffer.
Die spanische Presse sprach vom «Wunder von Donezk» und lobte den Kampfgeist des Titelverteidigers. «Diese Mannschaft hat das Herz eines Tigers und die Stärke eines Elefanten», meinte die Sportzeitung «As». Das Konkurrenzblatt «Marca» dankte dem Team «für eine zauberhafte Partie».
Vor Palops Auftritt als Torjäger hatte der Brasilianer Francelino Matusalém (49.) den ukrainischen Meister mit einem sehenswerten Hackentor in Führung gebracht, die der Italiener Enzo Maresca (53.) per Kopf ausglich. Der eingewechselte brasilianische Nationalspieler Elano (83.) sorgte für die erneute Führung der Gastgeber.
dpa
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