Dienstag, 31. August 2010 / 11:24 Uhr
München - Der Fall Arjen Robben hat Karl-Heinz Rummenigge auf den Plan gerufen. Der Vorstands-Vorsitzende des FC Bayern München bittet den Fußball-Weltverband (FIFA) und die Europäische Fußball- Union (UEFA) zur Kasse und fordert von den Verbänden eine Versicherung für Nationalspieler.
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Rummenigge hat bereits Kontakt mit UEFA-Präsident Michel Platini aufgenommen. «Es gibt Gespräche, und es scheint so zu sein, dass die UEFA Bereitschaft zeigt, alle europäischen Clubs gegen solche Dinge zu versichern. Und zwar nicht nur bei den großen Turnieren, sondern bei allen Länderspielen», sagte er dem «Münchner Merkur» und der Münchner «tz».
Rummenigge will erreichen, dass sich ein Fall Robben nicht wiederholt. Der holländische Nationalspieler hatte sich vor der Weltmeisterschaft bei einem Testspiel verletzt und trotzdem in Südafrika gespielt. Robben kommt wahrscheinlich in der Bundesliga- Hinrunde nicht mehr zum Einsatz.
In den Verhandlungen geht es laut Rummenigge bereits um Details. «Was wir jetzt diskutieren müssen mit der UEFA, und im Anschluss daran auch sicher mit der FIFA, ist, unter welchen Kriterien eine solche Versicherung stattfinden kann. Das Ganze ist kostspielig - aber auch eine Notwendigkeit», sagte der Bayern-Boss.
Mit der Forderung nach einer Kompensationszahlung für den Robben- Ausfall wird Rummenigge «in nicht allzu ferner Zukunft» beim niederländischen Verband (KNVB) vorstellig werden. «An unserem Ziel hat sich nichts geändert: Ich bin der Meinung, dass die Holländer das Gehalt für den Zeitraum der Verletzung kompensieren müssen. Die Fakten, die Kernspinbilder, sind eindeutig», erklärte Rummenigge, der allerdings eine «gütliche, faire Lösung dieses Problems» anstrebt.
Auch bei der grundsätzlichen Entschädigung der Clubs im Falle von Verletzungen der Profis bei Länderspielen gehe es um Fairness, betonte Rummenigge: «Wir müssen einfach zu einem fairen System finden. Auf allen Plakaten der FIFA und UEFA steht 'Fair Play' - und das ist etwas, was hier nicht stattgefunden hat». Er denkt an Entschädigungen im Fall langfristiger Ausfälle. Auch über «eine gewisse Obergrenze» könne man sich verständigen, «da es ein unterschiedliches Gehaltsniveau gibt», sagte Rummenigge.
dpa
3 Kommentare | Kommentare verstecken
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Heribert Faßbender: Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.
1. Löw schrieb am 31.08.2010 um 19:03:39:
Das ist Absolut hirnverbrannt. Jeden Nationalspieler zu versichern, nur weil der Robben bei ein kleines weh wehchen bei der wm gespielt hat. der ist doch selber schuld. hätte er nicht gespielt, dann wäre jetzt ruhe und das die münchner geld vom niederländischen verband verlangen ist absolut dämmlich. Die hätten Robben nicht freigeben dürfen. der ist doch bei den münchnern unter vertrag und nicht vom niederländischen verband.
2. Ich schrieb am 31.08.2010 um 19:58:59:
Sowas ging sicherlich viele Leuten durch den Kopf, Robben hat immerhin einen Vertrag und er wurde dafür bezahlt zu spielen. Dies wiederrum muss eine Entschädigung für den geschädigten zufolge haben. Das ist Bayern München - ganz klar. Und richtig Löw Robben ist selbst schuld, aber was kann Bayern dafür? Rein gar nichts. Dann sollten sie auch eine entschädigung von den Ärzten verlangen die bei der Untersuchung von Robben geschlampt haben, denn die waren und sind für das Wohlbefinden von Robben verantwortlich
3. Löw schrieb am 31.08.2010 um 22:10:43:
Bayern hätten auch Robben nicht zur WM ziehen lassen dürfen. die wussten doch eh, dass er verletzt ist.
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