Sonntag, 18. März 2007 / 11:38 Uhr
München - Der FC Bayern München hat mit Verwunderung auf die von der UEFA in der «Pinkel-Affäre» um Oliver Kahn und Lucio angedrohten Strafen reagiert.
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«Die Anklage hat mich überrascht. Ich weiß nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Wir müssen den Bericht abwarten, der uns noch nicht vorliegt», sagte Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem 0:1 im Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt.
Die Bayern Lucio (r) und Kahn (Foto 2005) sollen «ausfällig geworden sein».
Kahn und Lucio sollen bei der Doping-Kontrolle nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid «ausfällig geworden sein». Die UEFA warf ihnen vor, «grundsätzliche Regeln des guten Benehmens gebrochen zu haben». Der Fall soll am 22. März vor der Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA verhandelt werden.
Während sich Hitzfeld nach Rücksprache mit Kahn und Lucio nicht über die Vorkommnisse am 7. März äußern wollte («Das ist nichts für die Öffentlichkeit»), deutete Manager Uli Hoeneß an, dass es zu einer verbalen Entgleisung der Bayern-Spieler gekommen sein könnte. «Es hat wohl einige Wortgefechte gegeben», sagte Hoeneß dem Fernsehsender «arena».
Auslöser für die von beiden Spielern laut Hoeneß «verbreitete Unruhe» war wohl, dass die von Kahn abgelieferte Urin-Probe vom Kontrolleur nicht anerkannt worden war, weil dieser das Prozedere nicht überwacht hatte. Der zum vierten Mal nacheinander zur Dopingkontrolle ausgeloste Kahn hatte laut Bayern-Pressesprecher Markus Hörwick zwei Stunden für die Abgabe der Probe benötigt.
Sollten Kahn und Lucio gesperrt werden, würde dies die Bayern im Viertelfinale gegen den AC Mailand arg schwächen. Der deutsche Meister muss bereits auf Mittelfeldspieler Mark van Bommel verzichten. Der Niederländer war von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Real Madrid für zwei Spiele gesperrt worden, weil er gegen die wegen seiner obszönen Gesten im Hinspiel verhängte Bewährung verstoßen habe. «Zur UEFA und Herrn Platini sage ich lieber nichts», erklärte Hitzfeld.
dpa
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