Donnerstag, 2. September 2010 / 12:50 Uhr
Madrid - Mit dem Transfer von Rafael van der Vaart an Tottenham Hotspur hat Real Madrid seine «Ära der Holländer» beendet. Der spanische Rekordmeister trennte sich unter Clubpräsident Florentino Pérez von allen sechs niederländischen Profis, die ^sein Vorgänger unter Vertrag genommen hatte.
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Die «Königlichen» mussten die «Oranje-Invasion» jedoch teuer bezahlen. Von den 125 Millionen Euro, die Real an Ablöse für die Niederländer gezahlt hatte, bekam der Verein nach Presseberichten nur gut die Hälfte wieder herein.
Die Madrilenen hatten sich vor einem Jahr bereits von Wesley Sneijder (Inter Mailand), Arjen Robben (Bayern München) sowie Jan-Klaas Huntelaar (AC Mailand, jetzt FC Schalke 04) und im vorigen Winter von Ruud van Nistelrooy (Hamburger SV) getrennt. Nun folgten Royston Drenthe (an Hércules Alicante ausgeliehen) und van der Vaart. Damit haben die Madrilenen keinen Niederländer mehr im Kader.
Mit dem Verkauf des Ex-HSV-Kapitäns ging Real nach Ansicht der Zeitung «El País» jedoch ein hohes Risiko ein. Da der Brasilianer Kaká bis Dezember verletzt ausfalle, setze der Club bei der Schlüsselposition des Spielmachers ganz auf die noch jungen Kräfte Mesut Özil (21 Jahre) und Sergio Canales (19). «Der Erfolg in dieser Saison hängt größtenteils davon ab, ob diese riskante Wette aufgeht», schrieb das angesehene Blatt. «Van der Vaart war Ende der vorigen Saison die effektivste Kraft im Mittelfeld gewesen.»
dpa
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