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Rooney trifft bei England-Sieg in der Schweiz

London - Unbeeindruckt vom Wirbel um sein Privatleben hat Wayne Rooney seine Durststrecke überwunden und England auf den Weg zur EURO 2012 gebracht. Mit seinem ersten Tor für die «Three Lions» seit einem Jahr leitete der Stürmerstar den 3:1-Sieg gegen die Schweiz ein.

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Prompt erlangte der der 24-Jährige wieder Heldenstatus. «Ein echter Profi!», lobte das Boulevardblatt «Daily Mail» den Angreifer, der trotz des Trommelfeuers der Boulevardpresse wegen angeblicher privater Eskapaden im Rotlichtmilieu cool und abgezockt in der 10. Minute ins Schwarze traf. Mit dem Erfolg in Basel nahm das Team von Fabio Capello nach dem 4:0 gegen Bulgarien auch die zweite hohe Hürde auf dem Weg zur EM souverän.

Rooney-Treffer

Foto: dpa Bild vergrößern

Englands Wayne Rooney (M) erzielt das 1:0 gegen die Schweiz.

«Für Wayne ist das großartig», erklärte Kapitän Steven Gerrard. «Vorher wurde nur über ihn geredet, so dass es schön für ihn war, das Tor zu machen.» Manchester-United-Stürmer Rooney traf gegen Ottmar Hitzfelds Eidgenossen zum ersten Mal aus dem Spiel heraus seit seinem Treffer gegen Bayern München im März in der Champions League. «Er war unglaublich. Ich bin sicher, er wird eine großartige Qualifikation spielen», so Gerrard weiter.

«Rooney stand unter Druck, aber er hat sehr gut gespielt», betonte Nationaltrainer Fabio Capello, der sich in seiner Aufstellung bestätigt sehen konnte. «Spieler wollen spielen, ohne dass sie andere Dinge beschäftigen. Sie können sich ganz allein aufs Spiel konzentrieren. Das hat er gemacht, und er und die anderen waren am Ende sehr glücklich», erklärte der Italiener, dessen Elf auch durch die frühe Verletzung des formstarken Flügelspielers Theo Walcott nicht aus dem Tritt geriet.

Hitzfeld beklagte den Platzverweis für Stephan Lichtsteiner beim Stande von 0:1, bezeichnete den Sieg des Gegners aber als verdient. «Sie haben klug auf ihre Konterchancen gewartet und das Spiel sicher nach Hause gebracht», musste der Coach anerkennen.

Der für Walcott eingewechselte Adam Johnson erzielte das 2:0 (69.), ehe Xherdan Shaqiri die Schweizer noch einmal heranbrachte (71.). Darren Bent machte mit seinem ersten England-Tor zwei Minuten vor Schluss alles klar. «Das war die beste erste Halbzeit, seit ich England-Trainer bin», lobte Capello seine ersatzgeschwächte Mannschaft, in der verletzte Leitwölfe wie John Terry und Frank Lampard in Basel kaum vermisst wurden.

Auch die «Times» war von Englands starker Leistung sobald nach der WM-Schlappe angetan. «Der Weg der Wiedergutmachung ist lang, aber in den vergangenen fünf Tagen haben Capello, Rooney und der Rest der englischen Mannschaft alles getan, was möglich ist, um die scheußliche jüngste Vergangenheit hinter sich zu lassen», urteilte die Zeitung. «In der zweiten Halbzeit hat es gewackelt. Aber das war ein gewaltig ermutigender Abend für Capello, Gerrard und insbesondere Rooney», schloss sich der «Daily Telegraph» an.

dpa

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