Samstag, 24. März 2007 / 13:31 Uhr
München - Torhüter Oliver Kahn soll bei seiner umstrittenen Dopingprobe nach Angaben von UEFA-Kontrolleur Franz Krösslhuber mit einer Urin-Probe um sich geworfen haben.
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Zu dem Eklat sei es nach dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid gekommen, als der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München von ihm zuvor unbeachtet plötzlich mit einem vollen Harnbecher vor ihm aufgetaucht sei, sagte der Dopingarzt der «Bild»-Zeitung. Als er Kahn aufgefordert habe, die Probe zu wiederholen, habe dieser den Becher in eine Toilette geschleudert und dabei auch Unterlagen des Kontrolleurs bespritzt. «Zum Glück hatte ich die Formulare in doppelter Ausfertigung dabei.»
Bayern-Torwart Oliver Kahn feuert seine Vorderleute an.
Wegen seines schlechten Benehmens bei der Doping-Kontrolle war Kahn für das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim AC Mailand gesperrt worden. Die Vereinsführung des FC Bayern will erst nach einer Überprüfung der schriftlichen Urteilsbegründung über eine mögliche Berufung entscheiden.
Kahn hatte sich für sein Benehmen entschuldigt. «Zum vierten Mal erwischte es von 18 möglichen Spielern ausgerechnet mich. Ich war genervt», gab der Routinier als Grund für seinen Ausraster an. Mit einer Sperre rechnete Kahn aber nicht: «Ich habe jetzt über 100 Champions League-Spiele gemacht - und mir nie etwas zu Schulden kommen lassen. Also gehe ich davon aus, dass ich spiele.»
Krösslhuber notierte den Vorfall, nahm den Torhüter aber im TV-Sender N24 in Schutz. «Nach dem Spiel ist ohnehin der Stress-Pegel sehr hoch. Ich habe schon Verständnis dafür, dass es zu emotionalen Ausbrüchen kommt.»
dpa
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