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Bundestrainer Löw verteidigt Spiel ohne WM-Stars

Düsseldorf/Duisburg - Nach den Protesten von Gegner Dänemark und Beschwerden deutscher Fans wegen des Verzichts von acht WM-Stars hat Bundestrainer Joachim Löw den Einsatz seines Perspektiv-Kaders im Test-Länderspiel in Duisburg nochmals verteidigt.

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«Man fordert ja in Deutschland immer, junge Spieler zu fördern. Alle sprechen davon, wir tun es», sagte Löw im ARD-Hörfunk. Schon lange habe man eine Chance für neue Talente und Kandidaten geplant. «Im Oktober vergangenen Jahres haben wir bereits darüber gesprochen und es dann auch relativ schnell transparent gemacht», betonte der Bundestrainer, der für die Partie im der MSV-Arena gleich sechs Debütanten aufbot.

Bundestrainer

Joachim Löw stoppt den Ball beim Training mit der deutschen Nationalmannschaft.

DFB-Präsident Theo Zwanziger gab dem Bundestrainer Rückendeckung für seine Maßnahme. «Es ist für Löw immer wichtig weiterzudenken. Er hat eine eingespielte Truppe, aber er braucht mehr», sagte er in Duisburg. Darum sei Löws Vorgehen «absolut richtig».

Löw ist sich sicher, dass die Fans auch an der neuen Generation von Nationalspielern Freude haben werden. Einen Image-Verlust durch das Fehlen der Stars um Michael Ballack in Duisburg fürchtet der Bundestrainer nicht. «Man spürt seit vielen Monaten, dass die Nationalmannschaft einen hohen Stellenwert und viele Sympathien genießt. Die Leute freuen sich auf der Straße. Das ist auch eine Bestätigung für unsere Arbeit und unseren Kurs», bemerkte Löw, der noch auf seinen Vorgänger verwies: «Sicher ist es auch ein Verdienst von Jürgen Klinsmann, der vor zwei Jahren diese Revolution eingeleitet hat. Wir haben kontinuierlich weiter gearbeitet.» Es sei ein tolles Gefühl, dass sich so viele Leute mit der Nationalmannschaft identifizieren.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte auf Kritik von enttäuschten Fans, die in Duisburg die stärkste Elf erwartet hatten, mit einer Ticket-Option reagiert. Wer bis zum 5. April seine Eintrittskarte vom Dänemark-Spiel in die DFB-Zentrale nach Frankfurt/Main schickt, kann ein Ticket für ein EM-Spiel erwerben. «Wir verstehen, dass gerade Familien mit Kindern kommen, um 'Poldi' und 'Schweini' zu sehen», erklärte Zwanziger im ARD-Hörfunk. Gerade im Ruhrgebiet habe der DFB zudem wegen der sozialen Verhältnisse eine besondere wirtschaftliche Verantwortung gegenüber den Fans. «Manchner spart sich den letzten Groschen ab, um zu einem Spiel zu gehen», bemerkte Zwanziger.

Dänemarks Trainer Morten Olsen hatte Löws Entscheidung, ein B-Team aufzubieten, scharf kritisiert: «Deutschland war bei der WM ein großartiger Gastgeber. Aber das ist respektlos vom DFB und sehr, sehr egoistisch.»

dpa

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