Freitag, 3. Dezember 2004 / 14:36 Uhr
München - Mit einer zweitägigen Doppel-Veranstaltung werden der FC Bayern und der TSV 1860 in einem halben Jahr das von beiden Clubs gebaute und finanzierte neue Münchner Fußball-Stadion eröffnen.
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Die «Löwen» bestreiten am 30. Mai 2005 gegen den 1. FC Nürnberg das erste Spiel in der rund 300 Millionen Euro teuren «Allianz Arena». Einen Tag später treten die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft an. «Wir wollten einen Paukenschlag zu Beginn. Das ist gelungen, beide Stadion-Partner haben attraktive Gegner», sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.
Blick auf die neu entstehende Allianz-Arena in München im September.
Für Ärger und Verwirrung bei den beiden Münchner Clubs hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gesorgt, der das Spiel gegen die Bayern am Vortag publik gemacht hatte. Für die Bekanntgabe hatten die Vereine eigentlich einen besonderen Rahmen vorgesehen. Den anfangs diskutierten Plan, das Stadion mit einem Derby gegeneinander zu eröffnen, hatten Bayern und Sechziger nach Angaben von Rummenigge schon länger verworfen. «Es war klar, dass es kein Derby geben würde», sagte der Vorstandschef des Bundesliga-Tabellenführers.
Außergewöhnlich ist, das die deutsche Nationalmannschaft als Gegner der Bayern auftritt. Damit würdigt der DFB nach eigenen Angaben die außerordentlichen Leistungen des Rekordmeisters bei der Abstellung von Nationalspielern. Die über 70 Nationalspieler des FC Bayern kommen auf rund 1400 Länderspiele, damit sind die Münchner die Nummer 1 unter den deutschen Clubs. «Früher erhielten verdiente Nationalspieler als letztes finanzielles Zubrot ein Abschiedsspiel des DFB. Das wurde bei den heutigen Gehältern abgeschafft. Jetzt soll stattdessen den Clubs ein Dankeschön des DFB entgegen gebracht werden», erläuterte Rummenigge die Entstehungsgeschichte der Partie.
Die «Löwen» versprechen sich von einem Derby gegen den 1. FC Nürnberg ein ebenfalls mit 66 000 Besuchern ausverkauftes Stadion. Zugleich sind sie stolz darauf, das erste Spiel in der neuen Arena zu bestreiten. «Für die Löwen-Fans ist das eine sensationelle Geschichte. Sie sind die Ersten, die in die Arena einziehen dürfen», sagte Sportchef Roland Kneißl.
dpa
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