Mittwoch, 4. April 2007 / 19:09 Uhr
Bremen - Die Rückkehr der lange verletzten Tim Borowski und Frank Baumann in den Kader gibt Hoffnung, die Wechselabsichten von Torsten Frings und Miroslav Klose sorgen für Wirbel.
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Vor dem Abflug zum Viertelfinal-Hinspiel versuchte Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf die wachsende Unruhe beim Fußball-Bundesligisten allerdings herunterzuspielen. «Das ist intern weit weniger ein Thema als es nach außen erscheint», sagte der Coach am Bremer Flughafen zu den Spekulationen über den drohenden Verlust der beiden Topspieler. Mit Werder will er die Alkmaar-Serie von 29 Heimspielen ohne Niederlage in internationalen Wettbewerben beenden.
Die Wechsel-Gedanken von Torsten Frings beschäftigten Werder vor dem Abflug.
Frings' deutliche Worte vom Vortag hatten die Bremer Fans geschockt. Der Nationalspieler hatte erstmals das intensive Werben von Juventus Turin bestätigt: «Die wollen mich mit aller Macht.» Werders Mittelfeldmotor hat sich Bedenkzeit erbeten und sagte: «Ich hoffe, dass der Verein mir keine Steine in den Weg legen würde.» Frings ist neben Klose, dessen Zukunft seit Wochen ungeklärt und Grund für zahlreiche Gerüchte ist, der zweite Unruheherd.
Der 30 Jahre alte Nationalspieler wies indes Gedanken, dass seine bisher bestrittenen Wechselabsichten in der ersten Partie gegen AZ Alkmaar Auswirkungen auf die Mitspieler haben könnte, weit von sich. Seine rhetorische Frage lautete: «Glauben Sie, dass sich ein Tim Borowski oder Per Mertesacker nervös machen lassen, bloß weil unklar ist, ob ich bleibe oder nicht?» Und in Anspielung auf Klose sagte er: «Über andere Spieler wird schon seit einem Jahr spekuliert, da habe ich ja wohl auch das Recht auf ein paar Wochen.»
«Bei mit selber ist das kein Thema», bestätigte Mertesacker: «Das hat keine Auswirkungen.» Auch Trainer Schaaf versicherte: «Wir lassen uns nicht ablenken und sind sehr konzentriert.» Das ist auch notwendig, denn Alkmaar ist wie Werder ein Team mit viel Tordrang: «Selbst wenn man das Gefühl hat, sie lassen es ruhiger angehen, können sie blitzartig umschalten.» Auch Manager Klaus Allofs lobte das technisch starke Topteam der Ehrendivision: «Das ist Ajax Amsterdam plus 10 Prozent.»
Neun Tore in den vier UEFA-Cup-Spielen der K.o.-Runde gegen Fenerbahce Istanbul und Newcastle United sind ihm Warnung genug. Das scheint mehr oder weniger geglückt auch bei den Spielern angekommen zu sein. Torwart Tim Wiese sagte über den Gegner, der rund 40 Kilometer von Amsterdam beheimatet ist: «Das ist so ein Dorfverein, hat aber eine ziemlich gute Mannschaft.» Mertesacker sagte: «Die Ergebnisse sprechen für sich.»
Positive Nachrichten gab es von zwei genesenen Bremer Patienten. Borowski und Baumann stehen nach wochenlanger Pause gegen Alkmaar erstmals wieder im Kader. «Wenn beide wieder dabei sind, hilft uns das natürlich weiter», sagte Schaaf, dem die Rückkehr auf Grund der Verletzungen von Daniel Jensen und Christian Schulz gerade recht kommt. «Natürlich wäre es recht früh, einen der beiden einzusetzen, aber denkbar ist es.»
Wahrscheinlich erscheint ein Einsatz von Borowski, der knapp sechs Wochen gefehlt hat. Für Kapitän Baumann, dessen letzter Punktspieleinsatz im vergangenen Jahr war, dürfte nach den langwierigen Problemen mit der Achillessehne ein Einsatz zu früh kommen. Möglich ist das Mitwirken von Patrick Owomoyela, der nach längerer Pause bereits Spielerfahrung in Bundesliga und Regionalliga gesammelt hat. Schaaf deutete jedoch auch an, dass Aaron Hunt im linken Mittelfeld spielen könnte: «Das ist eine von mehreren Möglichkeiten.»
dpa
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