Montag, 9. April 2007 / 12:06 Uhr
Hamburg - Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert die bemerkenswerten Randnotizen vom 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga.
anzeige
ARCHE: Mit einem Aktionstag hat Hertha BSC beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld zu Spenden für das Berliner Kinder- und Jugendhilfswerk «Arche» aufgerufen. Hauptgewinn einer Tombola ist ein Nachmittag mit den Hertha-Spielern und Trainer Falko Götz beim Heimspiel gegen Werder Bremen am 6. Mai. Der momentan um seinen Job bangende Götz fungiert als Botschafter des Hilfswerkes.
Die Dortmunder bejubeln das 1:0 durch Christian Wörns (2.v.l).
UNGLÜCKSRABE: Mehr Pech als Christoph Preuß konnte man nicht haben. Sein Eigentor leitete die 1:3-Niederlage der Frankfurter Eintracht gegen Energie Cottbus ein. Doch das war nicht das Schlimmste, was dem 25-Jährigen widerfuhr. Bei der gescheiterten Rettungsaktion verletzte sich Preuß derart schwer, dass er wohl in dieser Saison nicht mehr spielen kann. Mit einer 15 Zentimeter langen Risswunde am linken Oberschenkel, die an die Verletzung von Ewald Lienen im Jahr 1981 erinnerte, musste er vom Platz getragen werden. Eine Stunde später wurde Preuß in einem Unfall-Krankenhaus bereits operiert.
KÖNIGLICH: Ganz in Weiß, wie die «Königlichen» von Real Madrid, liefen die Spieler von Borussia Dortmund in Aachen auf. Nach sechs Dortmunder Auswärtspleiten hintereinander hatte man sich am Borsigplatz daran erinnert, dass es gegen die Alemannia schon einmal Wirkung zeigte, als «Real Dortmund» aufzutreten. Beim 2:0-Sieg im DFB-Pokalfinale am 22. Mai 1965 in Hannover waren die Schwarz-Gelben auch in Weiß gekleidet. Alfred «Aki» Schmidt und der unvergessene Lothar Emmerich waren damals die Torschützen des BVB.
SOLIDARITÄT: Die Pfiffe der eigenen Anhänger haben Boubacar Sanogo beim Sieg seines HSV gegen Wolfsburg am vergangenen Wochenende tief getroffen. Vor der Partie gegen Stuttgart riefen Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und Kultmasseur Hermann Rieger zu Solidarität mit dem Stürmer auf, der seit sechs Monaten nicht mehr getroffen hat. Für einige Aktionen kassierte der Angreifer von der Elfenbeinküste sogar Beifall, nach 62 Minuten war die HSV-Anhängerschaft aber am Ende mit ihrer Geduld und begleitete den verunsicherten Sanogo erneut mit gellenden Pfiffen in die Kabine.
JUBILÄUMSSPIEL: Der VfL Wolfsburg bestritt gegen den FSV Mainz 05 das 75.Ligaspiel in der heimischen Volkswagen Arena. Bislang wurden 36 Begegnungen gewonnen, 20 endeten unentschieden und 19 gingen verloren. Außerdem begrüßten die «Wölfe» den zweimillionsten Besucher in der Arena.
EHRENRUNDE: Mit einem selbst gemalten Plakat ging Ivan Klasnic am Sonntag im Weserstadion eine Ehrenrunde und bedankte sich so für die Unterstützung der Fans. «Das war sehr emotional», sagte der Stürmer von Werder Bremen, der sich vor wenigen Wochen zum zweiten Mal einer Nierentransplantation unterzogen hatte. «Man kann sagen, es ist alles gut verlaufen», berichtete der kroatische Nationalspieler und kündigte an: «In der kommenden Saison habe ich mir vorgenommen, wieder anzugreifen.»
ADLER-ABSTURZ: Mit Lob überhäuft, zum besten Spieler des Monats gewählt und als Torwart-Newcomer gefeiert. Für Rene Adler, der seit sechs Bundesligaspielen die Nummer eins bei Bayer Leverkusen ist, hat der graue Liga-Alltag begonnen. Nur zwei Treffer in fünf Spielen ließ der 22-Jährige zu, ehe ihm gegen Osasuna und Bochum bei insgesamt sieben Gegentoren die Bälle nur so um die Ohren flogen. Damit endete auch die niederlagenfreie Serie des Schlussmannes: Gegen Bochum ging Rene Adler in der Bundesliga erstmals als Verlierer vom Platz.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
Gerhard Delling: Die haben den Blick für die Orte, wo man sich die Seele hängen und baumeln lassen kann.
Kommentar schreiben