Freitag, 13. April 2007 / 14:07 Uhr
Madrid - In der Champions League geben die englischen Clubs den Ton an, aber im UEFA-Pokal wird spanisch gesprochen. Gleich drei Vereine aus dem Land des Stierkampfes zogen neben Werder Bremen in die Runde der letzten Vier ein.
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Titelverteidiger FC Sevilla, der Club des früheren Stuttgarters Andreas Hinkel, schaltete im Viertelfinal-Rückspiel Tottenham Hotspur mit 2:2 (2:0) aus, Espanyol Barcelona reichte ein 0:0 bei Benfica Lissabon, und CA Osasuna erreichte mit einem 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen erstmals überhaupt in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale des UEFA-Pokals.
Der CA Osasuna erreichte erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Halbfinale.
Nach den Klageliedern über das Ausscheiden der «Großen» FC Barcelona, Real Madrid und FC Valencia in der Königsklasse hat das fußball-begeisterte Spanien nun doch noch einen Grund zu jubeln. Zumal es das erste Mal ist, dass gleich drei Clubs aus dem Land es so weit geschafft haben. Die Sportzeitung «Marca» taufte den UEFA-Pokal am Freitag prompt in «La Spanish Cup» um, und das Konkurrenzblatt «As» befand, die Leistung der heimischen Mannschaften sei nicht bloß ein einfaches Trostpflaster, sondern ein großes. Die Primera División sei im internationalen Vergleich ja doch nicht so schlecht, so der Tenor. «Das Niveau unserer Liga sollte nicht nur am Abschneiden der großen Vereine gemessen werden», meinte Chefredakteur Alfredo Relaño.
Der Präsident des FC Sevilla, José María del Nido, sprach gar von einer historischen «Heldentat». Das wichtigste sei, dass Spanien in jedem Fall mit einem Team im Finale in Glasgow vertreten sein werde. Bemerkenswert ist vor allem die Leistung des CA Osasuna. Während in der Primera División die Millionen nur so fließen, hat der bescheidene Club aus dem nordspanischen Pamplona als einziger Erstliga-Verein seit fünf Jahren keinen einzigen Cent für neue Spieler ausgegeben. «Nun gilt es, auf dem Teppich zu bleiben», mahnte Trainer Cuco Ziganda nach dem Erfolg über Bayer Leverkusen.
Bei Werder Bremens Halbfinal-Gegner Espanyol Barcelona herrscht derweil Euphorie. Erstmals seit 19 Jahren schaffte es das katalanische Team um UEFA-Pokal-Torschützenkönig Walter Pandiani wieder bis in die Vorschlussrunde. «Für einen Club wie Espanyol ist dies ein historisches Ergebnis», sagte Trainer Ernesto Valverde. Angst mache ihm Werder Bremen nicht. Allerdings hat Espanyol mit deutschen Mannschaften im UEFA-Cup schon schlechte Erfahrungen gemacht: In der Saison 1987/88 verloren die Katalanen gegen Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen das Finale.
dpa
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